MAN Lion's Coach (C,L). Betriebsanleitung (Version 1.0) - 4

 

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MAN Lion's Coach (C,L). Betriebsanleitung (Version 1.0) - 4

 

 

Fahren
Fahrsysteme
Geschwindigkeit erhöhen, verringern und speichern
Tempomat ausschalten
" Mit dem Fahrpedal oder der Betriebsbremse bis zur
" Taster OFF drücken.
Wunschgeschwindigkeit > 25 km/h beschleunigen
Geschwindigkeitsregelung wird ausgeschaltet. Das Symbol
oder verzögern.
im Fahrerdisplay erlischt. Die zuletzt gespeicherte GeĆ
" Taste MEM, oder Taste + oder Taste − kurz drücken.
schwindigkeit bleibt erhalten.
Geschwindigkeit wird gespeichert und gehalten.
oder
Durch Betätigen der Betriebsbremse, des Retarders
" Ab einer Geschwindigkeit > 25 km/h Taste + oder
bzw. Intarders oder der Kupplung wird der Tempomat
Taste − so lange drücken, bis die WunschgeschwinĆ
ebenfalls ausgeschaltet.
digkeit erreicht ist.
Nach Ausschalten der Zündung wird die gespeicherte
Durch Loslassen der Taste wird die Geschwindigkeit geĆ
Geschwindigkeit gelöscht.
speichert und gehalten. Ein entsprechendes Symbol im
Fahrerdisplay zeigt die aktive Geschwindigkeitsregelung
Gespeicherte Geschwindigkeit wieder aufnehmen
an. Kurzzeitiges Beschleunigen, z. B. beim Überholen,
Nach einem BremsĆ oder Kupplungsvorgang bleibt die
führt nicht zum Abschalten des Tempomats.
zuletzt gespeicherte Geschwindigkeit erhalten. Bei einer
Geschwindigkeit > 25 km/h kann die gespeicherte GeĆ
schwindigkeit jederzeit wieder aufgerufen werden.
Bei der Geschwindigkeitsregelung ist die BremsomatĆ
" Taste MEM kurz drücken.
funktion des Retarders bzw. Intarders aktiv. Wird im
Fahrzeug beschleunigt selbsttätig bis zur gespeicherten
Gefälle die eingestellte Geschwindigkeit um 2 km/h
Geschwindigkeit und hält diese.
überschritten, bremst der Retarder bzw. Intarder wieder
auf die eingestellte Geschwindigkeit herunter.
302
Fahren
Fahrsysteme
Gespeicherte Geschwindigkeit erhöhen oder verringern
Erhöhte Leerlaufdrehzahl aufheben
Während der Geschwindigkeitsregelung des Tempomaten
" Taster Off drücken.
kann die Geschwindigkeit mit der Taste + erhöht oder mit
oder
Taste − verringert werden.
" Getriebe aus der Neutralstellung schalten.
" Taste + oder Taste − so lange drücken, bis die geĆ
wünschte Geschwindigkeit erreicht ist.
oder
Die neue Geschwindigkeit wird gespeichert und gehalten.
" Betriebsbremse betätigen.
Drehzahl fällt auf voreingestellte Leerlaufdrehzahl zurück.
Leerlaufdrehzahl erhöhen
Bei Bedarf kann die Leerlaufdrehzahl bei KühlmitteltempeĆ
Zwischendrehzahl aufrufen
raturen > 30 °C erhöht werden.
Die fest eingestellte Zwischendrehzahl von 1100 U/min
" Motor starten bzw. Fahrzeug zum Stillstand bringen.
kann im Fahrzeugstillstand jederzeit aufgerufen werden.
" Getriebe in Neutralstellung schalten.
" Motor starten bzw. Fahrzeug zum Stillstand bringen.
" Feststellbremse betätigen.
" Getriebe in Neutralstellung schalten.
" Taste + drücken.
" Feststellbremse betätigen.
Mit jedem Tippen in Richtung + wird die Leerlaufdrehzahl
" Taste MEM kurz drücken.
stufenweise erhöht. Eingestellte Drehzahl wird gehalten.
Motor dreht mit fest eingestellter Zwischendrehzahl.
Zwischendrehzahl aufheben
" Taster Off drücken.
oder
" Getriebe aus der Neutralstellung schalten.
oder
" Betriebsbremse betätigen.
Zwischendrehzahl fällt auf voreingestellte Leerlaufdrehzahl
zurück.
303
Fahren
Fahrsysteme
Anzeigen im Fahrerdisplay
6
Wenn der Tempomat vorgewählt und keine Geschwindigkeit gespeiĆ
chert wurde, erscheint statt der Geschwindigkeitsanzeige nur ein
Strich .6. im Fahrerdisplay.
Wenn der Tempomat vorgewählt und eine Geschwindigkeit eingestellt
wurde, erscheint die Geschwindigkeitsanzeige .7. im Fahrerdisplay.
121X.0500.S0012
7
121X.0500.S0013
304
Fahren
Fahrsysteme
Maximum Speed Control (MSC)*
1
Unfallgefahr
2
Ein Überschreiten der eingestellten Fahrgeschwindigkeit ist während
der Aktivierung des Maximum Speed Control (MSC) nicht möglich.
Deshalb vor Überholvorgängen das Maximum Speed Control deakĆ
3
tivieren.
Mit den rechten Bedientasten des Multifunktionslenkrads lässt sich
4
eine individuelle Fahrgeschwindigkeit im Bereich zwischen 25 km/h
und der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h begrenzen.
5
Maximum Speed Control einschalten
0R0X.0500.S0003
" Gewünschte Geschwindigkeit fahren.
" Taste .5. am Multifunktionslenkrad drücken und Maximum Speed
Control (MSC) auswählen.
Das Maximum Speed Control ist aktiviert. Die GeschwindigkeitsregeĆ
lung des Tempomaten ist deaktiviert.
" Taste 4. MEM drücken.
Geschwindigkeit wird gespeichert und innerhalb gewisser Grenzen
gehalten. Ein entsprechendes Symbol erscheint im Fahrerdisplay.
Maximum Speed Control ausschalten
" Taste .3. OFF drücken.
oder
" Taste .5. am Multifunktionslenkrad drücken und andere FahrgeĆ
schwindigkeitsregelungauswählen.
Das Maximum Speed Control ist deaktiviert.
305
Fahren
Fahrsysteme
Gespeicherte Fahrgeschwindigkeit durch das Maximum Speed ConĆ
6
trol wieder aufnehmen
Menü Maximum Speed Control ist aktiviert.
" Taste 4. MEM drücken.
Die zuletzt gespeicherte max. Geschwindigkeit ist wieder aktiv. Nach
Ausschalten der Zündung wird diese gelöscht.
Anzeigen im Fahrerdisplay
Wenn das Maximum Speed Control vorgewählt und keine GeschwinĆ
digkeit gespeichert wurde, erscheint statt der GeschwindigkeitsanĆ
zeige nur ein Strich .6. im Fahrerdisplay.
Wenn das Maximum Speed Control vorgewählt und eine GeschwinĆ
digkeit eingestellt wurde, erscheint die Geschwindigkeitsanzeige .7. im
121X.0500.S0012
Fahrerdisplay.
7
121X.0500.S0013
306
Fahren
Fahrsysteme
Elektronische Niveauregulierung (ECAS)
ECAS, Electronically Controlled Air Suspension, ist eine
elektronisch geregelte Luftfederungsanlage, die eine VielĆ
zahl von Funktionen umfasst.
ECAS erhöht den Fahrkomfort durch kleinere Federraten
und niedrige Eigenfrequenz. Eine konstante Fahrzeughöhe
wird unabhängig vom Fahrzeuggewicht gehalten. Dabei
erfassen Wegsensoren an den Achsen kontinuierlich das
Niveau des Fahrzeuges. Die Elektronik regelt, abhängig
von der gefahrenen Geschwindigkeit, auf das Sollniveau
nach.
Außerdem sind die HebenĆ und Senkenfunktionen für das
Fahrzeug im ECAS integriert.
Störungen und Fehlermeldungen (. Seite 244).
Fahrzeug heben und senken (. Seite 180).
Manövrierfähigkeit bei druckloser
Luftfederung (. Seite 357).
Verletzungsgefahr
Vor dem Radwechsel ECASĆAnlage deaktivieren. Die
ECASĆAnlage würde sonst beim Anheben des FahrzeuĆ
ges versuchen, das Höhenniveau zu regulieren
(. Seite 362). Körperteile können eingeklemmt werden.
307
Fahren
Fahrsysteme
Elektronisch geregeltes Bremssystem (EBS)
Antiblockiersystem (ABS)
EBS erhöht die Verkehrssicherheit durch AnhaltewegverĆ
Unfallgefahr
kürzung und eine verbesserte Fahrzeugstabilität beim
Bremsen. Umfassende Überwachungsfunktionen sowie die
Zu geringer Sicherheitsabstand, nicht angepasste GeĆ
Anzeige des Bremsbelagverschleißes bieten eine effektive
schwindigkeit und überhöhte Kurvengeschwindigkeit
Wartungslogistik.
können durch ABS nicht ausgeglichen werden. Deshalb
Geschwindigkeit und Fahrverhalten den jeweiligen VerĆ
Das elektronisch geregelte Bremssystem verbindet eine
kehrs− und Straßenverhältnissen anpassen.
Vielzahl von Funktionen wie:
ABS kann den Anhalteweg nicht verkürzen, jedoch die
S Antiblockiersystem (ABS)
Fahr− und Richtungsstabilität bei Bremsmanövern deutĆ
S Antriebsschlupfregelung (ASR)
lich erhöhen. Auf Split, Schnee und glatter Fahrbahn
S Haltestellenbremse*
kann sich der Anhalteweg unter Umständen verlängern.
S Easy Start* (Anfahrhilfe)
Bei ausgefallenem ABS bleibt die Bremswirkung zwar
S Schleppmomentenregelung (SMR)
erhalten, aber das Bremsverhalten ändert sich. StörunĆ
S Bremsbelagverschleißregelung
gen der Bremsanlage umgehend in einer MANĆServiceĆ
Werkstatt beseitigen lassen.
S Dauerbremsintegration
S Verzögerungsregelung und Bremskraftverteilung
ABS verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen
S Bremsassistent* (BAS)
unabhängig von der Beschaffenheit des Straßenbelages.
S Elektronisches Stabilitätsprogramm* (ESP)
Dadurch bleibt das Fahrzeug während der ABSĆRegelung
lenkbar und richtungsstabil.
S MAN BrakeMatic*
Tritt die ABSĆRegelung in Kraft, während das Fahrzeug
Störungen und Fehlermeldungen
mit dem Retarder bzw. Intarder verzögert wird, so wird
des EBS (. Seite 242).
der Retarder bzw. Intarder sofort abgeschaltet.
308
Fahren
Fahrsysteme
Antriebsschlupfregelung (ASR)
Die Antriebsschlupfregelung (ASR) verhindert ein DurchĆ
Schalter für ASRĆSchlupfschwellenerhöhung
drehen der Antriebsräder beim Anfahren und BeschleuĆ
(. Seite 179).
nigen. Somit wird die Fahrzeugstabilität gewährleistet. Die
durchdrehenden Räder werden gebremst und das AnĆ
Haltestellenbremse (HSB)*
triebsmoment des Motors reduziert. Der Schlupf an den
Aktivierung
Rädern wird auf zulässige Werte reduziert. Der ReifenĆ
abrieb wird durch ASR vermindert.
Die Haltestellenbremse wird bei eingeschalteter HSBĆAutoĆ
matik
(. Seite 191) bei Geschwindigkeiten < 3 km/h
Die Antriebsschlupfregelung ASR wird nur bei ausreichenĆ
beispielsweise durch Betätigen der Funktion Türen öffnen"
dem Vorratsdruck in den Bremskreisen aktiviert.
eingelegt. Je nach Fahrzeugkonfiguration können weitere
Parameter (Schalter, Kneeling, usw.) die HSB auslösen.
Bei einem Defekt der ASR erscheint im Fahrerdisplay
S Öffnen einer Schwingtür,
eine entsprechende Fehlermeldung (. Seite 255)
oder
S Schalterbetätigung,
Unfallgefahr
oder
Fahrzeug mit defekter ASR mit größter Vorsicht beweĆ
S weitere Parameter.
gen. Die Fahrstabilität des Fahrzeuges ist reduziert, es
kann seitlich ausbrechen. Fahrzeug umgehend von
Deaktivierung
einer MANĆServiceĆWerkstatt überprüfen lassen.
Die Haltestellenbremse wird gelöst, wenn die Türen geĆ
schlossen werden, bzw. die jeweilige für das Fahrzeug
Durch das Einschalten der ASRĆSchlupfschwellenerhöhung
konfigurierte Bedingung zurückgenommen wurde, und das
(. Seite 179) lässt die ASR einen erhöhten Schlupf bis
Gaspedal betätigt wird.
10 km/h zu. Dies führt unter bestimmten Umständen
(z. B. Schneekettenbetrieb, lockerer Untergrund) zu einer
verbesserten Traktion des Fahrzeugs. Anschließend die
ASRĆSchlupfschwellenerhöhung wieder ausschalten.
Haltestellenbremse (HSB) (. Seite 322).
Haltestellenbremsenotlösen (. Seite 168).
Die ASRĆSchlupfschwellenerhöhung schaltet sich nach ca.
90 Sekunden selbsttätig ab.
Übersicht der Schwingtüren (. Seite 41).
309
Fahren
Fahrsysteme
Easy Start* Anfahrhilfe
Druck gehalten wird (Ansprechdruck des BremslichtschalĆ
ters), bleibt Easy Start aktiv.
Dies bedeutet einen erhöhten Komfort, da beim Anhalten
Die Easy Start Funktion ist ein reine Anfahrhilfe. Wird
nicht ständig eine höhere Kraft auf das BetriebsbremspeĆ
das Betriebsbremspedal für länger als 2 Sekunden
dal ausgeübt werden muss.
nicht betätigt, wird Easy Start deaktiviert, auch wenn
Der zum Zeitpunkt des Fahrzeugstillstandeseingesteuerte
das Gaspedal nicht betätigt wurde. Zum sicheren FestĆ
Bremsdruck bleibt erhalten. Eine Erhöhung des BremsĆ
stellen des Fahrzeuges Betriebsbremse betätigen bzw.
drucks durch Nachtreten auf das Betriebsbremspedal ist
Feststellbremse einlegen. Die Easy Start Funktion ist
möglich, falls dieser Druck nicht zum Halten des FahrzeuĆ
eine unterstützende Anfahrhilfe, es kann nicht in allen
ges ausreicht.
Fahrsituationen ein Zurückrollen des Fahrzeuges ausĆ
geschlossen werden.
Easy Start ist bei Fahrzeugen mit TipMatic®* integriert. Es
Auch die Easy Start Anfahrhilfe wird mit der NotlöĆ
erleichtert das Anfahren am Berg und vermeidet beim PeĆ
seeinrichtung gelöst.
dalwechsel gefährliche Situationen durch ungewolltes ZuĆ
Easy Start notlösen (. Seite 168).
rückrollen des Busses.
Deaktivierung
Aktivierung
S Das Gaspedal wird betätigt und ein vorgegebener KupĆ
S Die Feststellbremse darf nicht eingelegt sein.
plungsweg wird zurückgelegt,
S Das Betriebsbremspedal muss betätigt werden (eingeĆ
oder
steuerter Bremsdruck kurzzeitig > 2 bar) und FahrĆ
zeugstillstand erkannt werden.
S das Betriebsbremspedal und das Gaspedal werden für
S Das Getriebe darf nicht auf Neutral stehen.
mehr als 2 Sekunden nicht betätigt,
Bei aktiviertem Easy Start erscheint zur Kontrolle ein entĆ
oder
sprechendes Symbol im Fahrerdisplay bzw. leuchtet eine
S die Feststellbremse wird eingelegt,
Kontrollleuchte (. Seite 218).
oder
Funktion
S das Getriebe wird auf Neutral geschaltet.
Das Fahrzeug wird durch den angesteuerten Bremsdruck
gebremst. Solange das Betriebsbremspedal mit leichtem
310
Fahren
Fahrsysteme
Schleppmomentenregelung (SMR)
Verzögerungsregelung und Bremskraftverteilung
Schleppmomente im Antriebsstrang treten durch SchaltvorĆ
Die Verzögerungsregelung passt den Bremsdruck an den
gänge und Gaswechsel auf. Die dabei entstehenden
Verzögerungswunsch an. Bei gleicher Betätigung des BeĆ
Bremsmomente können zum Blockieren der Antriebsräder
triebsbremspedals wird das Fahrzeug unabhängig vom
führen.
Beladungszustand immer gleich stark abgebremst.
Die Schleppmomentenregelung erhöht in diesem Fall das
Verschlechtert sich die Verzögerung des Fahrzeuges, z. B.
Motormoment und baut so die Bremsmomente ab. Liegen
Fading bei Bergabfahrt, schaltet sich die VerzögerungsreĆ
an den Antriebsrädern wieder normale Werte vor, wird die
gelung ab einem vorgegebenen Maximum ab. Dadurch
Schleppmomentenregelungbeendet.
kann der Fahrer die Verschlechterung subjektiv spüren.
Außerdem ermöglicht die Verzögerungsregelung ein
Bremsbelagverschleißregelung
schnellstmögliches Lösen der Bremsen. Daraus resultiert
Bei Teilbremsungen wird in Abhängigkeit der VerschleißzuĆ
ein PkwĆähnliches Gefühl.
stände der Bremsbeläge die Bremsdruckverteilung auf die
Die Bremskraftverteilung auf VorderĆ und Hinterachsen
einzelnen Radbremsen geregelt. Dabei wird der Druck auf
wird so geregelt, dass optimale Bremsdrücke an den AchĆ
höher verschlissene Radbremsen geringfügig zurückgeĆ
sen erreicht werden.
nommen, der Druck auf weniger verschlissene RadbremĆ
sen dafür um die entsprechende Kraft erhöht. Die
angeforderte Gesamtbremskraft wird nicht verändert.
Ab einem Bremsbelagverschleiß > 80 % wird eine MelĆ
dung im Fahrerdisplay angezeigt (. Seite 255).
Bei Kabelbruch der Verschleißkontrolle leuchten die gelbe
AchtungĆWarnleuchte und die EBSĆKontrollleuchte.
Dauerbremsintegration
Retarder bzw. Intarder sind in das EBS integriert. Bei BeĆ
tätigen der Betriebsbremse wird der Retarder bzw. Intarder
entsprechend dem Verzögerungswunsch zugeschaltet und
geregelt.
Dadurch wird ein verschleißoptimierter Zustand der BeĆ
triebsbremse erreicht.
311
Fahren
Fahrsysteme
Bremsassistent* (BAS)
Elektronisches Stabilitätsprogramm* (ESP)
Unfallgefahr
Unfallgefahr
Zu geringer Sicherheitsabstand, nicht angepasste GeĆ
ESP kann die physikalisch vorgegebenen Grenzen nicht
schwindigkeit und überhöhte Kurvengeschwindigkeit
außer Kraft setzen. Fahrgeschwindigkeit, richtiges VerĆ
können durch BAS nicht ausgeglichen werden. Deshalb
halten bei Ausweichmanövern und angepasste KurvenĆ
Geschwindigkeit und Fahrverhalten den jeweiligen VerĆ
geschwindigkeit bleiben in der Verantwortung des FahĆ
kehrsĆ und Straßenverhältnissen anpassen.
rers. Deshalb Geschwindigkeit und Fahrverhalten den
jeweiligen VerkehrsĆ und Straßenverhältnissen anpasĆ
Der Bremsassistent ist in das EBS integriert. Die Elektronik
sen.
des Bremsassistenten erkennt automatisch NotbremssituaĆ
tionen, wenn das Betriebsbremspedal besonders rasch
Das ESP unterstüzt den Fahrer in kritischen Fahrsituation
betätigt wird bzw. die Geschwindigkeit ganz plötzlich reduĆ
und verringert die Gefahr des Schleuderns in Kurven, bei
ziert wird. Im Falle einer Notbremsung baut das System
Ausweichmanövern und beim Spurwechsel.
den max. Bremsdruck auf und verkürzt dadurch den AnĆ
Durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder und ReduzieĆ
halteweg des Fahrzeuges.
ren des Motordrehmoments versucht das ESP ein SchleuĆ
Das ABS verhindert das Blockieren der Räder beim BremĆ
dern des Fahrzeuges im Grenzbereich zu verhindern und
sen.
so dem Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug zu erhalĆ
ten.
Untersteuern / Übersteuern
ESP verringert durch gezieltes automatisches Abbremsen
einzelner Räder die Gefahr von UnterĆ und Übersteuern
des Fahrzeuges. Die Fahrstabilität wird dadurch verbesĆ
sert.
Untersteuern wird durch Abbremsen des kurveninneren
Hinterrades entgegengewirkt.
Übersteuern wird durch Abbremsen des kurvenäußeren
Vorderrades entgegengewirkt.
312
Fahren
Fahrsysteme
Querbeschleunigung
Erreicht das Fahrzeug in langgezogenen Kurven oder bei
schnellen Spurwechseln einen kritischen Fahrzustand reĆ
duziert das ESP automatisch das Motordrehmoment um
kritischen Querbeschleunigungen entgegenzuwirken. Die
Fahrstabilität wird dadurch verbessert.
Bei aktiviertem ESP leuchtet zur Kontrolle ein entsprechenĆ
des Kontrollsymbol.
Veränderungen an folgenden Bauteilen sind ohne eine
Überprüfung und Anpassung des ESP nicht zulässig:
S Fahrwerk
S Motor
S Bremsen
S Lenkung
S Achsen
S Reifen
Ansonsten kann dies die Sicherheit des Fahrzeugs
negativ beeinflussen.
Störungen und Fehlermeldungen ESP (. Seite 243).
313
Fahren
Fahrsysteme
MAN BrakeMatic*
Abhängig von der Ausstattung des Fahrzeuges kann noch
folgende Funktion integriert sein:
Unfallgefahr
S Zuschalten der Dauerbremse bei eingeschalteter FahrĆ
geschwindigkeitsĆRegelung (FGR) oder FahrgeschwinĆ
Auf rutschiger Fahrbahn (Nässe, Eis, Schnee, Schmutz,
digkeitsĆBegrenzung (FGB): Bei Überschreiten der
usw.) besteht SchleuderĆ und Rutschgefahr. Deshalb bei
gespeicherten Geschwindigkeit im Gefälle wird die
rutschiger Fahrbahn BrakeMatic ausschalten.
Dauerbremse automatisch zugeschaltet, um diese GeĆ
Mit der MAN BrakeMatic werden die Funktionen des EBS
schwindigkeit (+ ca. 2 bis 4 km/h) zu halten.
und der Dauerbremse (Retarder bzw. Intarder) aufeinander
abgestimmt.
Funktion der MAN BrakeMatic
Nach dem Einschalten der Zündung ist die MAN BraĆ
keMatic automatisch eingeschaltet. Es leuchtet keine
In die MAN BrakeMatic sind folgende Funktionen inteĆ
Kontrollleuchte im Taster.
griert:
S Zuschalten der Dauerbremse (Retarder bzw. Intarder)
beim Bremsen mit der Betriebsbremse (Bremspedal).
S Anpassbremsung bei aktiver FahrgeschwindigkeitsĆReĆ
gelung (FGR) oder FahrgeschwindigkeitsĆBegrenzung
(FGB): Soll die gespeicherte Geschwindigkeit verringert
werden (z. B. im Gefälle), kann durch ein kurzes AbĆ
bremsen mit der Betriebsbremse eine niedrigere GeĆ
schwindigkeit erreicht werden. Diese Geschwindigkeit
wird nicht überschritten, solange die Leistung der DauĆ
erbremse ausreicht. Die FGR wird dabei ausgeschaltet.
Sie muss vom Fahrer wieder eingeschaltet werden,
sobald die gespeicherte Geschwindigkeit wieder aufgeĆ
nommen werden soll. Der FGB wird nicht ausgeschalĆ
tet.
314
Fahren
Fahrsysteme
Reifendruckkontrollsystem*(TPM)
Das Reifendruckkontrollsystem TPM (Tire Pressure Monitoring) beĆ
merkt einen auftretenden, schleichenden Druckverlust in den Reifen
und zeigt dies im Fahrerdisplay an.
Hierzu befindet sich an den Reifenventilen ein Elektronikbauteil, der
Drucksensor .1.. Über diesen Drucksensor wird der Reifenluftdruck
erfasst. Per Funk werden die Daten an ein Steuermodul übertragen.
1
Dieses wertet die Daten aus und sendet die Informationen über CAN
an das Fahrerdisplay. Ein Drucksensor befindet sich an jedem Rad.
Bild ist beispielhaft.
0A2X.0806.P0001
Reifenluftdruck unbedingt kontrollieren und gegebenenfalls korrigieĆ
ren. Falscher Reifenluftdruck kann zu gefährlichen, unberechenbaĆ
ren Fahreigenschaften führen.
Reifenluftdrücke (. Seite 502).
315
Fahren
Fahrsysteme
Twin Electric Platform System (TEPS)
Durch die neue Auslegung der Energieversorgung reduĆ
ziert sich die Anzahl der EntladeĆ und Ladezyklen der
TEPS − das Twin Electric Platform System ist eine ElekĆ
Batterie. Somit ergibt sich eine erhebliche Steigerung der
trikĆStruktur, die zukünftig in allen Fahrzeugen von MAN
Batterielebensdaue. Der Batterietrennschalter verfügt über
und NEOPLAN zum Einsatz kommen wird. Diese baut auf
einen integrierten UnterspannungsĆ und Polaritätsschutz
der bewährten TGA Plattform aus dem LKWĆBereich auf
und über eine automatische Zeitabschaltung nach
und wird durch modulare Systeme aus dem ReiseĆ, ÜberĆ
72 Stunden. All diese Maßnahmen dienen der StartfähigĆ
landĆ oder Linienbus ergänzt.
keit und der Batterieschonung. Durch die Summe dieser
Die Vorteile von TEPS liegen vor allem in der umfassenĆ
Maßnahmen werden die Betriebskosten reduziert.
den Reduzierung von Leitungen, Steckverbindungen und
Fahrzeuge mit TEPS sind voll diagnosefähig (MANĆcats II)
Kontakten durch eine optimierte Kabelverlegung. Zudem
und EOLĆprogrammierbar (End of Line).
kommt bei allen Steckverbindungen im Nassbereich die
Die Vorteile von TEPS für den Fahrzeugbetreiber sind:
SealĆTechnik zu 100 % zum Einsatz. Durch die fest defiĆ
nierte Schnittstelle zwischen Fahrgestell und Aufbau könĆ
S
einfache Fehlerdiagnose
nen verschiedene Instrumentierungen verwendet werden
S
Erhöhung der Betriebssicherheit
und die ElektrikĆStruktur ist in allen Fahrzeugtypen gleich.
S
geringerer Schulungsaufwand für das Werkstattpersonal
Mögliche Fehlerquellen werden dadurch auf ein Minimum
S
Erhöhung der BatterieĆLebensdauer
reduziert.
S
Erhöhung der Verfügbarkeit der Fahrzeuge
Die Fahrzeuge verfügen mit Einsatz von TEPS über ein
S
Reduzierung der Reparaturkosten
positives Bordnetz, d. h. bei Motorleerlauf steht eine posiĆ
tive Energiebilanz bei max. elektrischer Last zur VerfüĆ
gung. Dadurch wird die Verfügbarkeit der Fahrzeuge
erhöht. Realisiert wurde dies durch den Einsatz neuer GeĆ
neratoren mit höherer Leistungsabgabe im Leerlauf.
Durch den Parallelbetrieb der Generatoren kann bei Ausfall
eines Generators der Fahrbetrieb aufrechterhalten bleiben.
Zugleich erfolgt eine Reduzierung der Bordnetzbelastung,
beispielsweise durch die Abschaltung der Klimaanlage.
316
Fahren
Fahrsysteme
Automatische Nachlaufachsentlastung
Die Nachlaufachsentlastung dient als Anfahrhilfe und erĆ
Nach dem manuellen Aktivieren der NachlaufachsĆ
leichtert das Rangieren im Rückwärtsgang. Bei laufendem
entlastung erfolgt eine Aktivierungssperre für
Motor wird die Nachlaufachse bei folgenden BetriebszuĆ
ca. 50 Sekunden. Nochmaliges Aktivieren ist erst nach
ständen entlastet:
Ablauf dieser Aktivierungssperre möglich.
S Taster Nachlaufachsentlastung ist aktiviert (. Seite
Liegt die Fahrzeughöhe außerhalb des Normalniveaus
oder ist der Rückwärtsgang eingelegt, wird die autoĆ
179).
matische Nachlaufachsentlastung nicht aktiviert. Sie
Durch die Achsentlastung wird die Nachlaufachse für max.
kann in diesem Fall über den Taster NachlaufachsentĆ
90 Sekunden entlastet und die Antriebsachse bis zum
lastung aktiviert werden (. Seite 179).
max. zulässigen Wert belastet.
Die Nachlaufachse wird nach max. 90 Sekunden automaĆ
tisch wieder belastet, wenn nicht vorher folgende BetriebsĆ
zustände eintreten:
S Taster Nachlaufachsentlastung wurde ausgeschaltet
(. Seite 179).
S Fahrgeschwindigkeit > 30 km/h.
Die Nachlaufachse wird wieder belastet.
317
Fahren
Kombihebel
Kombihebel bedienen
Der Kombihebel ist links neben dem Lenkrad angebracht. Über ihn
1
lassen sich das Fernlicht, die Lichthupe, die Fahrtrichtungsanzeigeŗ
2
das Horn und die Scheibenwischer betätigen. Bilder sind beispielĆ
haft.
Alle Funktionen des Kombihebels, mit Ausnahme der Lichthupe, setĆ
zen das Einschalten der Zündung voraus.
2
Fernlicht einschalten
" Fahrlicht einschalten (. Seite 176).
" Kombihebel in Richtung .1. über den Widerstand hochziehen, bis
Hebel einrastet.
Die blaue FernlichtĆKontrollleuchte leuchtet. Zum Ausschalten KombiĆ
0R12.0603.S0001
hebel nochmals hochziehen und loslassen.
Lichthupe betätigen
" Kombihebel kurz in Richtung .1. bis zum Widerstand hochziehen
und wieder loslassen.
Blinken
" Kombihebel in Richtung .2. bis über den Widerstand drücken oder
ziehen.
Die grüne FahrtrichtungsĆKontrollleuchte blinkt.
Zum Spurwechseln Hebel nur bis zum Widerstand drücken oder
ziehen und wieder loslassen.
318
Fahren
Kombihebel
Hupe betätigen
" Knopf .3. kurz drücken.
4
Wurde die Fanfare* eingeschaltet (. Seite 199), ertönt sie anstelle
3
der Hupe.
Scheibenwischer einschalten
" Hülse 4. je nach Regenintensität auf gewünschte Stufe stellen.
Scheibenwischer Aus
ĆĆĆ IntervallĆWischen, ca. alle 10 Sekunden
I Langsames Wischen
II Schnelles Wischen
0R12.0603.S0001
Beschädigte Wischerblätter erneuern (. Seite 454).
IntervallĆWischen einstellen
Das IntervallĆWischen ist zwischen ca. 2,5 − 60 Sekunden stufenlos
einstellbar.
" Hülse 4. auf IntervallĆWischen drehen.
" Hülse wieder auf Aus" drehen und so lange in dieser Stellung
belassen, wie die IntervallĆZeit gewünscht wird.
" Hülse nochmals auf Stellung IntervallĆWischen drehen.
Die Zeitspanne, in der die Hülse in Stellung Aus" stand, ist die neu
eingestellte IntervallĆZeit.
Die eingestellte IntervallĆZeit geht nach Einschalten der Stufen I
oder II wieder verloren und muss deshalb bei Bedarf neu eingeĆ
stellt werden.
319
Fahren
Kombihebel
Frontscheibe reinigen
" Hülse .5. kurz in Richtung Lenksäule drücken.
Scheibenwischer wischt einmalig mit Scheibenwaschwasser.
oder
" Hülse .5. in Richtung Lenksäule gedrückt halten.
Scheibenwischer wischt permanent mit Scheibenwaschwasser. Nach
dem Loslassen wischt er noch dreimal nach.
5
Wenn das Fahrlicht eingeschaltet ist, wird die ScheinwerferreiniĆ
gungsanlage* bei betätigen der Scheibenwaschanlage auch aktiĆ
viert. Scheinwerferreinigungsanlage* ist nur mit XenonĆScheinwerĆ
0R12.0603.S0001
fern* verbaut.
320
Fahren
Bremsen
Betriebsbremse
Die Betriebsbremse des Fahrzeuges ist ABSĆgeregelt. Greift das ABS
in einen Bremsvorgang ein, ist dies am Betriebsbremspedal spürbar.
Betriebsbremse bei einer Vollbremsung voll durchtreten, um die
max. Bremswirkung zu erreichen. Das ABS verhindert ein BlockieĆ
ren der Räder.
Nach sehr hoher Beanspruchung der Bremsen Fahrzeug nicht soĆ
fort abstellen, sondern noch kurze Zeit weiterfahren. So können
0R0X.0709.S0001
sich die Bremsen durch den Fahrtwind abkühlen.
An Gefällestrecken Bremswirkung des Motors durch Einlegen eines
kleineren Ganges ausnützen, Retarder bzw. Intarder zuschalten.
Bremswirkung kann nach längerer Regenfahrt verzögert einsetzen.
Deshalb sollte die Betriebsbremse in regelmäßigen Abständen
leicht betätigt werden.
VoithĆRetarder bzw. ZFĆIntarder können auch über das BetriebsĆ
bremspedal betätigt werden (. Seite 326).
321
Fahren
Bremsen
Haltestellenbremse (HSB)*
HSB automatisch einlegen / lösen
HSBĆAutomatik muss aktiviert sein (. Seite 191).
Unfallgefahr
" Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.
" Schwingtüren öffnen.
Die HSB arbeitet mit einem geringeren Druck als die
Feststellbremse. An Haltestellen mit einer Steigung oder
Die HSB ist aktiviert und das Fahrzeug wird gehalten. Zur
einem Gefälle > 10 % zusätzlich die Feststellbremse
Kontrolle leuchtet die KontrollleuchteHaltestellenbremse.
einlegen. Das Fahrzeug kann sonst wegrollen.
" Schwingtüren schließen.
HSB nicht als Feststellbremse benutzen. Das Fahrzeug
Die HSB ist deaktiviert. Bis zum ersten Gasgeben wird
kann durch die HSB nicht dauerhaft festgestellt werden.
das Fahrzeug von der Rückrollsperre am Zurückrollen geĆ
Bei einer Störung des Bremssystems funktioniert die
hindert.
HSB nicht. Das Fahrzeug kann sich unkontrolliert in
" Gang einlegen und Fahrpedal betätigen.
Bewegung setzen. Deshalb bei eingelegter HSB immer
bremsbereit sein.
Die Rückrollsperre wird deaktiviert und das Fahrzeug fährt
an. Die Kontrollleuchte Haltestellenbremse erlischt.
Fahrzeug bei eingelegter HSB nicht verlassen. Vor dem
Verlassen immer Feststellbremse einlegen. Das FahrĆ
zeug kann sonst wegrollen. Personen können stürzen
oder eingeklemmt werden. Körperteile können eingeĆ
Fahrsystem Haltestellenbremse (. Seite 309).
quetscht werden.
Die Haltestellenbremse bzw. Anfahrsperre wird in AbĆ
Nach dem Lösen der HSB ist auch deren Funktion als
hängigkeit von verschiedenen Betriebszuständen autoĆ
Rückrollsperre aufgehoben. Neuaktivieren ist dann nur
matisch eingelegt und gelöst (. Seite 171).
durch Wiederholen der angeführten Handlungsschritte
Taster Haltestellenbremse (. Seite 191).
möglich.
Haltestellenbremse notlösen (. Seite 168).
Die HSB hat gegenüber der Feststellbremse einen gerinĆ
geren Druckbedarf. An Haltestellen auf ebener Fahrbahn
daher möglichst die HSB benützen.
Nach Lösen der HSB ist bis zum ersten Gasgeben die
Rückrollsperre aktiv. Sie verhindert das Zurückrollen des
Fahrzeuges beim Anfahren.
322
Fahren
Bremsen
HSB manuell einlegen / lösen
Retarder / Intarder
HSBĆAutomatik muss deaktiviert sein (. Seite 191).
Unfallgefahr
HSB einlegen
" Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen.
Der Retarder bzw. Intarder wirkt auf die Antriebsräder
des Fahrzeuges. Bei glatter Fahrbahn können die AnĆ
" Taster Haltestellenbremse oben betätigen
triebsräder blockieren und das Fahrzeug ins Schleudern
(. Seite 191).
bringen. Deshalb Retarder bzw. Intarder bei winterlichen
Die HSB ist aktiviert und das Fahrzeug wird gehalten. Zur
Straßenverhältnissen nicht einsetzen.
Kontrolle leuchtet die KontrollleuchteHaltestellenbremse.
Retarder bzw. Intarder können das Fahrzeug im StillĆ
HSB lösen
stand nicht halten. Deswegen bei Stillstand FeststellĆ
bremse oder Betriebsbremse betätigen. Bei Verlassen
" Taster Haltestellenbremse unten betätigen
des Fahrzeuges immer Feststellbremse betätigen.
(. Seite 191).
Retarder bzw. Intarder haben eine geringere BremsleiĆ
Die HSB ist deaktiviert. Bis zum ersten Gasgeben wird
stung als die Betriebsbremse. In Notsituationen immer
das Fahrzeug von der Rückrollsperre am Zurückrollen geĆ
Betriebsbremse betätigen.
hindert.
Retarder bzw. Intarder können außer im Stillstand in jeĆ
" Gang einlegen und Fahrpedal betätigen.
dem Geschwindigkeitsbereich aktiviert werden. Mit dem
Die Rückrollsperre wird deaktiviert und das Fahrzeug fährt
rechten Handhebel an der Lenksäule oder der BetriebsĆ
an. Die Kontrollleuchte Haltestellenbremse erlischt.
bremse wird der Retarder bzw. Intarder aktiviert.
Fahrsystem Haltestellenbremse (. Seite 309).
Vorwiegender RetarderĆ bzw. Intardereinsatz kann zur
Die Haltestellenbremse bzw. Anfahrsperre wird in AbĆ
Verhärtung der Bremsbeläge und zur Verglasung der
hängigkeit von verschiedenen Betriebszuständen autoĆ
Bremsscheiben führen. Verminderte Bremswirkung der
matisch eingelegt und gelöst (. Seite 171).
Betriebsbremse durch MANĆServiceĆWerkstatt prüfen
Taster Haltestellenbremse (. Seite 191).
lassen.
Haltestellenbremse notlösen (. Seite 168).
Siehe auch RetarderĆ bzw. IntarderherstellerĆBetriebsĆ
anleitungen.
323
Fahren
Bremsen
Bremsleistung einschalten bzw. erhöhen
Unfallgefahr
Retarder bzw. Intarder erzeugen bei sehr niedrigen GeschwindigkeiĆ
ten nur eine geringe Bremsleistung. Deshalb bei langsamer Fahrt
zusätzlich Betriebsbremse betätigen.
" Hebel so oft in Richtung + tippen, bis die gewünschte BremsleiĆ
1
stung erreicht ist
oder
" Hebel in Richtung + drücken und halten, bis die gewünschte
Bremsleistung erreicht ist.
+
Mit jedem Tippen in Richtung + oder − wird die Bremsleistung des
Retarders bzw. Intarders um eine Bremsstufe erhöht oder verringert.
521X.0500.S0009
Im Fahrerdisplay erscheint neben dem Retardersymbol die aktuelle
Bremsstufenzahl.
Es stehen 5 Bremsstufen zur Verfügung.
Max. Bremsleistung anfordern
Von der Bremsstufe 0 kann direkt die max. Bremsleistung angeforĆ
dert werden.
" Taste .1. einmal drücken.
Das Fahrzeug wird mit der max. Bremsleistung des Retarders bzw.
Intarders verzögert. Nochmaliges Drücken deaktiviert die max.
Bremsleistung wieder.
324
Fahren
Bremsen
Bremsleistung ausschalten bzw. verringern
" Hebel so oft in Richtung − tippen, bis die Bremsstufe
Bis zu einer bestimmten Kühlmitteltemperatur ist eine
0 erreicht ist.
Warmfahrfunktion aktiviert. Gleichzeitiges Betätigen von
oder
Retarder bzw. Intarder und Fahrpedal ist dann möglich.
" Taste .1. einmal drücken.
Während des Bremsens mit dem Retarder bzw. IntarĆ
der kann jederzeit ein Gangwechsel vorgenommen
oder
werden. Die Bremsleistung bleibt auch während des
" Fahrpedal betätigen.
Schaltens erhalten.
Ist keine Bremsstufe mehr aktiv, erlischt das RetardersymĆ
Ab einer bestimmten Kühlmitteltemperatur setzt die
bol im Fahrerdisplay.
Retarderrückregelung ein. Die Bremsleistung wird daĆ
bei stufenlos zurückgeregelt. In diesem Fall zurückĆ
Bremsomatfunktion
schalten und gegebenenfalls zusätzlich Betriebsbremse
Bei aktiviertem Tempomat wird der Retarder bzw. Intarder
betätigen.
auch genutzt, um eine eingestellte Geschwindigkeit nicht
Während des Retarderbetriebes darauf achten, dass
zu überschreiten (. Seite 302).
die Motordrehzahl nicht unter ca. 1600 U/min abfällt.
Um eine frühzeitige Retarderrückregelung zu vermeiĆ
den, muss die Wasserpumpe eine ausreichende FörĆ
derleistung erbringen. Besonders an langen GefälleĆ
strecken kann durch Zurückschalten die Motordrehzahl
bis zur zulässigen Höchstdrehzahl von ca. 2400 U/min
angehoben werden.
Störungen und Meldungen des Retarders bzw. IntarĆ
ders (. ab Seite 234).
325
Fahren
Bremsen
Retarder bzw. Intarder mit Betriebsbremspedal betätigen
Unfallgefahr
Retarder bzw. Intarder erzeugen bei sehr niedrigen GeschwindigkeiĆ
ten nur eine geringe Bremsleistung. Deshalb bei langsamer Fahrt
zusätzlich Betriebsbremse betätigen.
VoithĆRetarder bzw. ZFĆIntarder werden auch über das BetriebsbremĆ
spedal betätigt.
Durch die Dauerbremsenintegration wird der Retarder / Intarder über
den gesamten Bremspedalbereich stufenlos zugeschaltet. Hierbei
wird durch den Elektronikverbund das jeweils max. Moment zugelasĆ
sen. Dies erfolgt jeweils im Dialog mit der Betriebsbremse unter BeĆ
rücksichtigung des Reifenschlupfes. Somit steht immer das Optimum
0516.0709.S0009
von BremsomatĆRetarderleistung zur Verfügung.
Bei sehr niedrigen Außentemperaturen setzt die Bremswirkung bei
den ersten Retarderbremsungen verzögert ein.
326
Fahren
Abstellen, Parken
Feststellbremse einlegen, parken
Brandgefahr
Durch hohe Abgastemperaturen und durch die heiße
Unfallgefahr
Abgasanlage der Zusatzheizung können sich brennbare
Zum Abstellen und Parken des Fahrzeuges immer FestĆ
Materialien entzünden.
stellbremse einlegen. An Steigungen und Gefällen muss
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
das Fahrzeug zusätzlich gesichert werden. Unterlegkeile
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
gegen Wegrollen an die Räder legen. Lenkung zur
Flächen) abstellen oder parken, wenn die ZusatzheiĆ
Bordsteinkanteeinschlagen.
zung betrieben wird, kurz zuvor betrieben wurde
Fahrzeug nicht bei laufendem Motor und eingelegtem
oder beabsichtigt ist die Zusatzheizung zu betreiben.
Gang (bei TipMatic®*) verlassen. Fahrzeug kann wegĆ
S Sicherstellen, dass die Zusatzheizung niemals durch
rollen und Personen verletzen.
programmierte Startzeiten in Betrieb genommen wird,
wenn das Fahrzeug im Bereich von brennbaren MaĆ
Brandgefahr
terialien (z. B. auf Grasflächen oder anderen beĆ
wachsenen Flächen) abgestellt oder geparkt ist.
Durch hohe Abgastemperaturen und durch die heiße
Abgasanlage können sich brennbare Materialien entzünĆ
Zum Abstellen des Fahrzeuges muss die Feststellbremse
den.
eingelegt werden.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) abstellen oder parken, wenn die AbgasanĆ
lage heiß ist.
S Fahrzeug nie im Bereich von brennbaren Materialien
(z. B. auf Grasflächen oder anderen bewachsenen
Flächen) betreiben, auch nicht im Motorleerlauf.
327
Fahren
Abstellen, Parken
Fahrzeug abstellen
" Betriebsbremse betätigen und Vorwahlschalter in Stellung N bzw.
Schaltgetriebe in Leerlauf schalten.
2
1
" Feststellbremshebel aus der Lösestellung ! bis zur VollbremsĆ
stellung
ziehen.
Hebel rastet ein und das Fahrzeug ist gegen Wegrollen gesichert. Es
leuchtet die Kontrollleuchte Feststellbremse".
" Klimaanlage ausschalten.
" Sämtliche elektrische Verbraucher ausschalten.
" Motor ausschalten und Zündschlüssel abziehen.
" Lenkrad bis zum Einrasten des Schlosses drehen (nicht bei SonĆ
derausführung ohne Lenkradschloss).
2216.0710.S0001
" Fahrzeug abschließen.
" Gegebenenfalls Unterlegkeile anlegen.
Nach Ausschalten der Zündung geht die TipMatic®* selbsttätig in
die Neutralstellung. Abstellen des Fahrzeuges mit eingelegtem
Gang ist deshalb nicht möglich.
Die Dachluken schließen sich automatisch, wenn die Zündung ausĆ
geschaltet wird.
328
Fahren
Abstellen, Parken
Feststellbremse lösen
Unfallgefahr
2
1
Leuchtet bei gelöster Feststellbremse die Kontrollleuchte FeststellĆ
bremse" trotz ausreichendem Bremsvorratsdrucks, liegt ein Defekt
im Federspeicherkreis vor. Das Fahrzeug ist nicht betriebsbereit.
Bremsanlage sofort von einer MANĆServiceĆWerkstatt überprüfen
lassen.
" Eventuell anliegende Unterlegkeile entfernen.
" Betriebsbremse betätigen.
" Hebel aus der Arretierung heben und in Lösestellung !
schwenken.
2216.0710.S0001
Um die Feststellbremse zu lösen, muss ein Vorratsdruck von minĆ
destens ca. 6 bar vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, können
die Bremsbeläge leicht anliegen und beim Fahren überhitzen.
329
Fahren
Fahrzeug betanken
Tanken
Dieselkraftstoffe für MANĆMotoren
Für den Betrieb der Fahrzeuge dürfen ausschließlich DieĆ
Gesundheitsgefahr
selkraftstoffe folgender Normen verwendet werden.
Kraftstoff ist gesundheitsschädlich. Kraftstoff weder mit
S Europäische Norm EN 590
der Haut noch mit der Kleidung berühren. KraftstoffĆ
S DIN EN 590 (Deutschland)
dämpfe nicht einatmen. Wurde Kraftstoff verschluckt,
S British Standards BS 2869 Class A 1 (Großbritannien)
sofort einen Arzt aufsuchen.
S ÖNORM EN 590 (Österreich)
Kraftstoff von Kindern fernhalten.
S ASTM D 975 No. 1 D (USA)
Brandgefahr
Werden Dieselkraftstoffe verwendet, die diesen Normen
nicht entsprechen, können keine Ansprüche auf SachmänĆ
Dieselkraftstoff und Heizöl sind entzündlich. Feuer, offeĆ
gelhaftung geltend gemacht werden.
nes Licht und Rauchen ist daher im Umgang mit KraftĆ
stoff verboten. Fahrzeug nur bei Motorstillstand betanĆ
Zulässige Kraftstoffe siehe auch Wartungsnachweis
ken. Zusatzheizung vor dem Betanken abschalten.
bzw. MANĆBetriebsstoffempfehlungen.
Biodiesel
Beim Tanken auf größtmögliche Sauberkeit achten.
Für Informationen zum Betrieb mit Biodiesel siehe
Keine Fusseln oder Schmutz in den Tank gelangen
Wartungsnachweis bzw. MANĆBetriebsstoffempfehlunĆ
lassen. Kraftstoffleitungen und Filter können dadurch
gen.
verstopfen.
Mischbetrieb Diesel / Biodiesel
Umwelthinweis
Für Informationen zum Hinzumischen von Biodiesel
Gegenstände, die mit Dieselkraftstoff oder Heizöl in
zum Diesel siehe Wartungsnachweis bzw. MANĆBeĆ
Berührung kamen, umweltgerecht entsorgen. GesetzĆ
triebsstoffempfehlungen.
liche Vorschriften beachten.
330
Fahren
Fahrzeug betanken
Für den störungsfreien Betrieb im Winter ist es erforĆ
Ist der Kraftstoffvorrat unterhalb ca. 1/8 des FassungsĆ
derlich, Winterdiesel zu verwenden, für den der KraftsĆ
vermögens abgesunken, erscheint ein entsprechendes
toffhersteller über die Norm hinaus eine ausreichende
Symbol im Fahrerdisplay.
Betriebssicherheitgarantiert.
Füllmenge der Kraftstofftanks (. Seite 503).
Winterdieselkraftstoff (. Seite 336).
Mikroorganismen im Kraftstoffsystem (. Seite 409).
Heizöle sind nicht zulässig.
Bei betriebseigener Tankstelle muss vom KraftstoffliefeĆ
ranten bestätigt werden, dass der Kraftstoff o.g. NorĆ
men entspricht und das Prüfverfahren für DüsensauĆ
berkeit erfüllt.
DieselkraftstoffĆZusatzmittel, gleich welcher Art, dürfen
nicht verwendet werden. Durch Zusatzmittel können
verschiedene Eigenschaften des Motors negativ beeinĆ
flusst werden. Bei Verwendung von DieselkraftstoffĆZuĆ
satzmitteln erlöschen sämtliche GewährleistungsansprüĆ
che an die MAN Truck & Bus AG.
Zulässige Kraftstoffe siehe auch Wartungsnachweis
bzw. MANĆBetriebsstoffempfehlungen.
331
Fahren
Fahrzeug betanken
Kraftstofftank auffüllen
Der Kraftstoffeinfüllstutzen befindet sich an der rechten Fahrzeugseite
vor der Vorderachse.
" Zusatzheizung abschalten.
" Motor ausschalten und Zündschlüssel abziehen.
" Aussteigen und vordere Schwingtür schließen.
" Tankklappe aufschließen und aufklappen.
1
" Deckel .1. des Einfüllstutzens abschrauben.
" Kraftstofftank nur soweit auffüllen, bis die Zapfpistole abschaltet.
" Deckel des Einfüllstutzens aufschrauben.
" Tankklappe zuklappen und abschließen.
Zusatztank* auffüllen
0R0X.0711.S0001
Der Zusatztank* ist als Erweiterung des Kraftstofftanks mit diesem
verbunden. Der Zusatztank* wird über den Einfüllstutzen des KraftsĆ
tofftanks befüllt.
332
Fahren
Fahren mit Anhänger
Anhängerbetrieb*
Lebensgefahr
Feststellbremse des Zugfahrzeuges vor dem Ankuppeln einlegen.
Sonst könnte sich das Zugfahrzeug während des AnkoppelungsvorĆ
ganges in Bewegung setzen und PersonenĆ und Sachschäden verĆ
ursachen.
Beim Ankuppeln des Anhängers mit größter Vorsicht vorgehen. SiĆ
cherstellen, dass sich beim Ankuppeln keine Personen zwischen
2
1
Fahrzeug und Anhänger aufhalten.
Erhöhte Vorsicht beim Abkuppeln von Anhängern mit AuflaufbremĆ
sen. Der AuflaufbremsenĆMechanismus kann unter Spannung steĆ
hen und PersonenĆ oder Sachschäden verursachen.
0R0X.0712.S0001
Unbedingt auf die korrekte und vorschriftsmäßige Anbringung des
Anhängers achten. Sich lösende Anhänger stellen eine große GeĆ
fahr für Leib und Leben anderer Menschen dar.
Hinter den Abdeckungen des hinteren Stoßfängers befinden sich die
Anhängevorrichtung* .1. und die Anhängersteckdose* .2.. Bild ist beiĆ
spielhaft.
Anhängevorrichtung vorbereiten
" Schutzkappe des Kugelkopfes abnehmen.
" Abdeckung der Anhängersteckdose mit KreuzschlitzĆSchraubenĆ
dreher abnehmen.
Montage und Bedienung des Wechselverbinders bzw. der KuĆ
gelkopfkupplung siehe KupplungsherstellerĆBetriebsanleitung.
333
Fahren
Fahren mit Anhänger
Zulässige Anhängelasten (. Seite 499) und VorschrifĆ
Die 13Ćpolige Anhängersteckdose* versorgt den AnĆ
ten des Gesetzgebers zum Betrieb von Anhängern
hänger mit einer Betriebsspannung von 12 oder 24
beachten.
Volt, je nach Ausstattungsvariante. Weitere SonderausĆ
stattungen sind 7Ć bzw. 15Ćpolige Anhängersteckdosen,
Zugfahrzeuge mit einer Gesamtlänge über 12 Metern
die den Anhänger mit der Betriebsspannung von 24
dürfen nur mit einer Ausnahmegenehmigung mit AnĆ
Volt versorgen.
hängern betrieben werden.
Zulässige AnhängeĆ und Stützlasten (. Seite 499).
Seit März 2004 dürfen mit der entsprechenden ZulasĆ
sung Zugfahrzeuge mit Anhängern mit einer GesamtĆ
Um Kratzer zu vermeiden, Abdeckungen an geeigneter
zuglänge von 18,75 Metern betrieben werden. LänderĆ
Stelle aufbewahren.
spezifische Vorschriften beachten.
334
Fahren
Fahren im Winter
Fahren im Winter
Gleitschutzketten verwenden
" Bei schneebedeckter Fahrbahn und Eisglätte rechtzeitig
Unfallgefahr
Gleitschutzketten auf die Antriebsräder und gelenkten
Räder aufziehen. Informationen hierzu auch bei jeder
Die Zusatzbremsen wirken auf die Antriebsräder des
MANĆServiceĆWerkstatt.
Fahrzeuges. Bei glatter Fahrbahn können die AntriebsĆ
räder blockieren und das Fahrzeug ins Schleudern brinĆ
gen. Deshalb diese Bremsen bei winterlichen StraßenĆ
verhältnissen nur sehr vorsichtig einsetzen.
Bei der Montage von Gleitschutzketten auf die gelenkĆ
ABS und ESP* setzen die fahrphysikalischen Grenzen
ten Räder darauf achten, dass der Radausschnitt und
nicht außer Kraft. Daher die Fahrweise den StraßenverĆ
Lenkungsteile durch den Lenkeinschlag nicht beschäĆ
hältnissen anpassen.
digt werden. Nur feingliedrige Gleitschutzketten verĆ
wenden.
Bei winterlichen Staßenverhältnissen gilt es einige Punkte
An der Antriebsachse können Gleitschutzketten uneinĆ
zu beachten. Neben der Fahrweise, dem Aufziehen von
geschränkt verwendet werden. Informationen hierzu bei
Schneeketten und der Verwendung von WinterdieselkraftĆ
jeder MANĆServiceĆWerkstatt.
stoff müssen auch die Vorbereitungen für den WinterĆ
Eventuell verbaute Schleuderketten nur kurzfristig z. B.
betrieb beachtet werden (. Seite 470).
zum Anfahren benutzen.
Fahrweise anpassen
Schleuderketten gelten nicht als Gleitschutzketten. Sind
Gleitschutzketten vorgeschrieben, müssen diese aufgeĆ
" Sanft anfahren.
zogen werden.
" Heftige Lenkbewegungen vermeiden.
Mit aufgezogenen Gleitschutzketten nicht schneller als
" Starkes Bremsen vermeiden.
50 km/h fahren.
Länderspezifische Vorschriften zum Benutzen von GleitĆ
schutzketten beachten.
Auch Montagevorschriften des GleitschutzkettenĆHerĆ
stellers beachten.
335
Fahren
Fahren im Winter
Winterdieselkraftstoff verwenden
Scheibenwaschanlage füllen
" Bei Außentemperaturen < −7 °C auf Dieselkraftstoff
Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der ScheibenwaschĆ
mit ausreichendem Fließvermögen umstellen.
wasserbehälter mit ausreichend, den Wetterverhältnissen
Kältebeständige Winterdieselkraftstoffe sind in Deutschland
angepasstem Frostschutzmittel gefüllt ist.
bis ca. −20 °C betriebssicher. In anderen Ländern sind
Abweichungen möglich.
Vor dem Winter rechtzeitig Frostschutzmittel für die
Scheibenwaschanlage einfüllen.
Zulässige Diesekraftstoffe (. Seite 330).
Mischungsverhältnis entsprechend den AußentemperaĆ
turen anpassen. Angaben des Frostschutzmittelherstel Ć
Verwendung von Dieselkraftstoff für SommerĆ und
lers beachten.
Winterbetrieb siehe auch Wartungsnachweis und
Scheibenwaschanlage im Winterbetrieb (. Seite 471).
Motorenhersteller ĆBetriebsstoffliste.
Füllmenge des Scheibenwaschwasserbehälters
(. Seite 504).
336
Fahren
Fahren im Winter
Wintertüchtige Bereifung
Voraussetzung für wintertüchtige Bereifung:
S Griffiges, selbstreinigendes Profil.
Unfallgefahr
S Profiltiefe mindestens 6 mm.
Eine unsachgemäße Bereifung kann die AntriebsĆ,
S Bezeichnung M+S" und Schneeflockensymbol auf der
LenkĆ und Bremskräfte des Fahrzeugs nicht auf die
Reifenflanke.
Straße übertragen.
" Vor Fahrten bei winterlichen Bedingungen Winterreifen
Fahrzeuge, die aufgrund falscher Bereifung liegen bleiĆ
aufziehen.
ben, behindern den Verkehr und können den Einsatz
von Räumdiensten und Rettungskräften behindern.
Deshalb schon vor Beginn der kalten Jahreszeit winterĆ
Informationen zur wintertüchtigen Bereifung stehen in
tüchtige Bereifung aufziehen.
jeder MANĆServiceĆWerkstatt zur Verfügung.
Der Gesetzgeber schreibt für Kraftfahrzeuge den WetterverĆ
M+S" ist keine geschützte Kennzeichnung. Ist auf der
hältnissen angepasste Bereifung vor. (§ 2 Absatz 3a StVO)
Reifenflanke zusätzlich zur Kennzeichnung M+S" ein
Schneeflockensymbol aufgebracht ist davon auszugeĆ
Bei Missachtung drohen Bußgelder.
hen, dass es sich tatsächlich um einen wintertaugliĆ
In Österreich sind vom 15. November bis 15. März WinterĆ
chen Reifen handelt.
reifen mit mindestens 6 mm Profiltiefe auf einer AntriebsĆ
Die Profile einiger Hersteller sind so konstruiert, dass
achse gesetzlich vorgeschrieben. (§ 102 Absatz 8a KFG)
sich der Reifen, nachdem die Mindestprofiltiefe für
Winterreifen abgefahren ist, für den Sommereinsatz
Weitere Vorschriften der nationalen Gesetzgeber beĆ
eignet.
achten.
337
Fahren
Fahren im Winter
338
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Keilriemen wechseln
Bei Druckverlust
Rad wechseln
Reifenfüllmittel einsetzen
Fremdstarten / Starthilfe
Mechanischer Batterietrennschalter
Lampen Übersicht
Lampen austauschen
Anordnung der Schalttafeln
Sicherungen wechseln
Bei leergefahrenem Tank
Bei Mikroorganismen im Tank
Bei Ausfall des Kühlerlüfters
Bei defektem Fahrerfenster
Bei defekter Zusatzheizung
Kraftstofffilter Zusatzheizung
Was tun, wenn...
339
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Anschleppen von Bussen mit Schaltgetriebe
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. DarĆ
auf achten, dass sich keine Fahrgäste im Fahrzeug
aufhalten.
Unfallgefahr
" Hintere bzw. vordere Abschleppöse vorbereiten
Das Anschleppen des Fahrzeuges ist ausschließlich mit
(. Seite 343).
einer Abschleppstange erlaubt. Das Anschleppen mit
" Abschleppstange* einsetzen, Bolzen von oben einstekĆ
einem Seil oder Ähnlichem kann zu Auffahrunfällen
ken und mit Splint sichern.
führen. Außerdem kann nur eine Abschleppstange die
auftretenden Kräfte aufnehmen.
" Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
" Zündschlüssel in Fahrstellung drehen.
Anschleppen ist nur bei leerem Fahrzeug erlaubt. Vor
dem Anschleppen alle Fahrgäste auffordern, das FahrĆ
" Kupplungspedal durchtreten.
zeug zu verlassen. Darauf achten, dass sich keine
" Hohen Gang einlegen.
Fahrgäste im Fahrzeug aufhalten.
" Feststellbremse lösen und Fahrzeug anschleppen lasĆ
Die MAN Truck & Bus AG rät grundsätzlich vom AnĆ
sen.
schleppen des Fahrzeuges um den Motor zu starten
" Kupplungspedal loslassen und Fahrpedal betätigen, bis
ab, da es ein hohes Unfallpotenzial birgt. Stattdessen
der Motor anspringt.
wird empfohlen den Motor über Fremdstarten
Springt der Motor nach ca. 8 Sekunden nicht an, Getriebe
(. Seite 379) oder Starthilfe geben (. Seite 380), zu
in Leerlaufstellung schalten und Abschleppvorgang wiederĆ
starten. Voraussetzung hierfür ist, dass der Anlasser
holen.
intakt ist.
Siehe auch AnĆ und Abschleppvorschriften der MoĆ
torĆ, GetriebeĆ und Achsenhersteller.
Warnblinkanlage zur eigenen Sicherheit und zur WarĆ
nung anderer an beiden Fahrzeugen einschalten.
Fahrzeuge mit AutomatikĆGetriebe oder automatichem
Schaltgetriebe TipMatic®* nicht anschleppen. Getriebe
würde zerstört werden!
Fahrzeug nur mit angeschlossenen Batterien anschlepĆ
pen.
Fahrzeug nicht mit eingelegtem Rückwärtsgang anĆ
schleppen. Getriebe würde zerstört werden!
340
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Abschleppen von Bussen
Warnblinkanlage zur eigenen Sicherheit und zur WarĆ
Unfallgefahr
nung anderer an beiden Fahrzeugen einschalten.
Das Abschleppen des Fahrzeuges ist ausschließlich mit
Vorschriften der Straßenverkehrsordnung zum AbĆ
einer Abschleppstange erlaubt.
schleppen einhalten.
Das Abschleppen mit einem Seil oder Ähnlichem kann
Beim Abschleppen Motor möglichst laufen lassen, daĆ
zu Auffahrunfällen führen. Außerdem kann nur eine
mit die Lenkhilfe arbeitet und die Bremsanlage mit
Abschleppstange die auftretenden Kräfte aufnehmen.
Druckluft versorgt wird. Wenn der Motor nicht läuft, fällt
die Lenkkraftunterstützung aus. Dadurch werden gröĆ
Bei Lenkungsschäden darf nicht abgeschleppt werden.
ßere Lenkkräfte erforderlich.
In diesem Fall Fahrzeug mit Abschleppwagen vorne
anheben und abschleppen.
Bei fehlendem Vorratsdruck in der Druckluftanlage FeĆ
derspeicher mechanisch lösen (. Seite 353).
Grundsätzlich, vor allem bei ausgefallener Luftfederung
und bei Achsschäden, langsam und mit erhöhter VorĆ
Zum Abschleppen grundsätzlich die Gelenkwelle ausĆ
sicht abschleppen.
bauen (. Seite 346). Sonst Gefahr von GetriebeschäĆ
den!
Abschleppen ist nur bei leerem Fahrzeug erlaubt. Vor
dem Abschleppen alle Fahrgäste auffordern, das FahrĆ
zeug zu verlassen. Darauf achten, dass sich keine
Fahrgäste im Fahrzeug aufhalten.
341
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. DarĆ
Lüfter, Klimaanlagen, Beleuchtung usw. sind große StromĆ
auf achten, dass sich keine Fahrgäste im Fahrzeug
verbraucher, die die Batterien innerhalb weniger Stunden
aufhalten.
völlig entladen können. Dies ist vor allem beim AbschlepĆ
" Hintere bzw. vordere Abschleppöse vorbereiten
pen mit stillgesetztem Motor zu beachten.
(. Seite 343).
" Auf Starthilfe (. Seite 380) oder Ersatzbatterien zuĆ
" Grundsätzlich die Gelenkwelle ausbauen (. Seite 346).
rückgreifen, wenn die Batterien entladen sind und der
Motor sich nicht starten lässt.
Umwelthinweis
" Federspeicher mechanisch lösen (. Seite 353) oder
Druckluftanlage fremdbefüllen (. Seite 355), wenn der
Umweltverschmutzung durch möglichen Ölverlust verĆ
Vorratsdruck in der Druckluftanlage nicht ausreichend
meiden!
ist.
" Motor starten, damit die Lenkhilfe arbeitet und die
" Abschleppstange* einsetzen, Bolzen von oben einstekĆ
ken und mit Splint sichern.
Bremsanlage mit Druckluft versorgt wird.
Wenn der Motor nicht läuft, fällt die Lenkkraftunterstützung
Siehe auch AnĆ und Abschleppvorschriften der MoĆ
aus und die Betriebsbremse fällt nach kurzer Zeit ebenfalls
torĆ, GetriebeĆ und Achsenhersteller.
aus.
342
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Hintere Abschleppöse vorbereiten
1
Das hintere Aufnahmegewinde für die Abschleppöse befindet sich
unter dem hinteren Stoßfänger. Bild ist beispielhaft.
" Abdeckung im Stoßfänger mit geeignetem Werkzeug abbauen.
2
" KunststoffĆSchutzabdeckung des Aufnahmegewindes entfernen.
" Abschleppöse .1. vollständig in das Aufnahmegewinde .2. hineinĆ
drehen.
Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warnweste anleĆ
gen!
2216.0801.S0007
Um Lackschäden zu vermeiden passendes Werkzeug verwenden
und Abdeckung an geeigneter Stelle ablegen.
Vordere Abschleppöse vorbereiten
Das vordere Aufnahmegewinde für die Abschleppöse befindet sich
hinter der Bugmittelklappe.
" Bugmittelklappe ausbauen (. Seite 54).
" Schutzkappe .3. herausdrehen.
" Abschleppöse vollständig in das Aufnahmegewinde hineindrehen.
3
Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer Warnweste anleĆ
gen!
0R0X.0801.S0002
343
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Abschleppen von Bussen mit defektem Motor
Abschleppen von Bussen mit AchsĆ und LenĆ
oder Getriebe
kungsschäden
Bei VorderachsĆ und Lenkungsschäden
" Gelenkwelle ausbauen (. Seite 346).
Bei Verdacht auf eiene MotorĆ oder Getriebeschaden
" Fahrzeug mit Abschleppwagen vorne anheben und
muss die Gelenkwelle unbedingt abgeflanscht werden.
abschleppen.
" Hintere bzw. vordere Abschleppöse vorbereiten
(. Seite 343).
" Gelenkwelle ausbauen (. Seite 346).
Beide Seiten der Pendelachse müssen vor dem AbĆ
" Abschleppstange* einsetzen, Bolzen von oben einstekĆ
schleppen vollständig ausgefedert sein. Die VorderräĆ
ken und mit Splint sichern.
der dürfen sich während des Abschleppens nicht mitĆ
" Zündung einschalten, wenn möglich Motor anlassen.
drehen. Darauf achten, dass das Heck während des
" Getriebe in Neutralstellung schalten.
Abschleppens nicht aufsetzen kann.
Siehe auch MotorĆ und GetriebeherstellerĆBetriebsanĆ
Bei Hinterachsschäden
leitungen.
" Vorderräder in Geradeausstellung bringen und Lenkrad
mit Spanngurt fixieren.
" Fahrzeug mit Abschleppwagen hinten anheben und
abschleppen.
Die Hinterräder dürfen sich während des Abschleppens
nicht mitdrehen. Darauf achten, dass der Bug während
des Abschleppens nicht aufsetzen kann.
Siehe auch AchsenĆ und LenkungsherstellerĆBetriebsĆ
anleitungen.
344
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Bergen von Bussen aus dem Gelände
Fahrzeug vor dem Herausziehen aus dem Gelände unbedingt ausĆ
laden, um das Gewicht zu verringern.
Ist das Ausladen aus technischen oder praktischen Gründen nicht
möglich, müssen zur Krafteinleitung möglichst viele Punkte am
Fahrzeug genützt werden. Optimal sind dafür die Achsen.
Die Abschleppösen sind zur Bergung aus dem Gelände nicht geeiĆ
gnet. Sie dürfen nur mit einer Zugkraft von max. 200 kN in geraĆ
der Zugrichtung belastet werden.
Ebenso nicht gestattet ist das Bergen anderer Fahrzeuge aus dem
Gelände mit diesem Fahrzeug. Die Abschleppösen und AnhängerĆ
kupplungen sind für solche Beanspruchungen nicht ausgelegt und
die Rahmenkonstruktion würde Schaden nehmen.
345
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
Gelenkwelle ausbauen / einbauen
Verletzungsgefahr
1
Die Flanschmitnehmer können nach Entfernern der SchraubverbinĆ
dungen .3. am GetriebeĆ und Achsenflansch nach unten kippen.
Finger und Hände können eingequetscht und Kopfverletzungen
2
verursacht werden. Nicht in das Kreuzgelenk fassen. Geeigneten
Kopfschutz (zugelassenen Schutzhelm) tragen.
Um Schäden am Getriebe während des Abschleppens zu vermeiĆ
den, muss die Gelenkwelle .1. komplett ausgebaut werden.
3
121X.0600.S0058
Beim Abnehmen und beim Lagern der Gelenkwelle Schläge und
Stöße vermeiden. Die Gelenkwelle kann sonst beschädigt werden.
Gelenkwelle ausbauen
" Fesstellbremse einlegen (. Seite 327).
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Unterlegkeile anlegen
(. Seite 150).
" Getriebe in Neutralstellung schalten.
" Fahrzeug anheben (. Seite 362).
" Gelenkwelle .1. vor dem Ausbau gegen Auseinandergleiten und
Herunterfallen sichern.
" Beide Gelenkwellenteile mit Kreide oder Ähnlichem markieren .2..
Durch die Kennzeichnung können die Gelenkwellenteile beim EinĆ
bau wieder präzise zusammengesteckt werden.
346
Selbsthilfe
AnĆ und Abschleppen
" Alle Schraubverbindungen .3. des GetriebeĆ und AchĆ
senflansches herausdrehen.
" Gelenkwelle .1. herausnehmen und vorsichtig ablegen.
Gelenkwelle einbauen
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Beim Einbau müssen die Gelenkwellenteile wieder präĆ
zise zusammengesteckt werden, falls diese beim AusĆ
bau auseinandergleiten. Da die beiden Teile der GeĆ
lenkwelle miteinander ausgewuchtet wurden, besteht
bei Nichtbeachtung die Gefahr einer Unwucht. Dies
kann zu Lagerschäden am Getriebe und an der AnĆ
triebsachse führen.
347
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Keilriemen / Keilrippenriemen wechseln
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches
Starten des Motors während des Arbeitens im MotorĆ
raum kann zu schweren Verletzungen führen. Schild mit
der Aufschrift Motor nicht starten" am Lenkrad anbrinĆ
gen.
Aus demselben Grund Keilriemen / Keilrippenriemen
nur bei stillstehendem Motor prüfen, spannen und
wechseln.
Spannvorrichtungen stehen unter Federspannkraft.
Spannvorrichtungen mit großer Vorsicht lösen.
Die Keilriemen / Keilrippenriemen müssen zwanglos
von Hand abgenommen und aufgelegt werden könĆ
nen. Gewaltsames Aufziehen über Scheibenkanten
oder die Verwendung von Montierhebeln vermeiden.
Bei mehrrilligem Antrieb immer alle Keilriemen / KeilripĆ
penriemen gleichzeitig wechseln und Keilriemen / KeilĆ
rippenriemen gleichen Fabrikats verwenden.
Auf korrekte Führung der Keilriemen / Keilrippenriemen
und korrekten Sitz auf den Riemenscheiben achten.
Die Typen und Größen der verwendeten Keilriemen /
Keilrippenriemen sind in der Ersatzteilliste zu finden.
348
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Motor D2066 LOH oder D2676 LOH Euro 4 / Euro 5 / EEV
1
2
3
1.
S Kühlmittelpumpe
2.
S Umlenkrollen
3.
S Generator 1
4.
S Generator 2
5.
S Riemenschnellspanner
6. S Spannrolle des Riemenschnellspanners
7.
S Riemenscheibe Hochdruckpumpe
Keilrippenriemen der Generatoren 1 und 2 und der KühlmittelĆ
pumpe wechseln
4
5
6
7
Der Keilrippenriemen vom Motor zu den Generatoren 1 und 2, sowie
121X.0600.S0046
der Kühlmittelpumpe wird von einem Schnellspanner gespannt.
" Schnellspanner an Spannrolle .6. mit geeignetem Werkzeug in
Pfeilrichtung nach rechts drücken, bis der Keilrippenriemen vollĆ
ständig entlastet ist.
" Schnellspanner in dieser Position halten und Keilrippenriemen
von Spannrolle .6. abnehmen.
" Schnellspanner entlasten.
" Keilrippenriemen komplett abnehmen.
" Neuen Keilrippenriemen auf alle Riemenscheiben außer der
Spannrolle .6. des Schnellspanners auflegen.
" Schnellspanner an Spannrolle .6. mit geeignetem Werkzeug nach
rechts in Pfeilrichtung drücken und Keilrippenriemen auf die
Spannrolle .6. des Schnellspanners legen.
" Schnellspanner entlasten.
349
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Keilrippenriemen des Klimakompressors und des Generators 3*
wechseln
Um den Keilrippenriemen des dritten Generators* wechseln zu könĆ
nen, muss erst der Keilrippenriemen des Klimakompressors ausgeĆ
baut werden.
8
Keilrippenriemen des Klimakompressors ausbauen
Der Keilrippenriemen vom Motor zum Klimakompressor wird von
einem Schnellspanner gespannt.
" Schnellspanner am Sechskant .8. mit geeignetem Werkzeug nach
9
links in Pfeilrichtung drücken, bis der Keilrippenriemen vollständig
entlastet ist.
" Schnellspanner in dieser Position halten und Keilrippenriemen
von Spannrolle .9. abnehmen.
0A48.0600.S0003
" Schnellspanner entlasten.
" Keilrippenriemen komplett abnehmen.
350
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
Keilrippenriemen des Generators 3* ausĆ und einbauen
Der Keilrippenriemen vom Motor zum dritten Generator* wird von
einem Schnellspanner gespannt.
" Schnellspanner an Spannrolle .10. mit geeignetem Werkzeug in
Pfeilrichtung nach rechts drücken, bis der Keilrippenriemen vollĆ
ständig entlastet ist.
10
" Schnellspanner in dieser Position halten und Keilrippenriemen
von Spannrolle .10. abnehmen.
" Schnellspanner entlasten.
" Keilrippenriemen komplett abnehmen.
" Neuen Keilrippenriemen auf alle Riemenscheiben außer der
Spannrolle .10. des Schnellspanners auflegen.
" Schnellspanner an Spannrolle .10. mit geeignetem Werkzeug in
121X.0600.S0047
Pfeilrichtung nach rechts drücken und Keilrippenriemen auf die
Spannrolle .10. des Schnellspanners legen.
" Schnellspanner entlasten.
Keilrippenriemen des Klimakompressors einbauen
" Neuen Keilrippenriemen auf alle Riemenscheiben außer der
Spannrolle .9. des Schnellspanners auflegen.
" Schnellspanner am Sechskant .8. mit geeignetem Werkzeug in
8
Pfeilrichtung nach links drücken und Keilrippenriemen auf die
Spannrolle .9. des Schnellspanners legen.
" Schnellspanner entlasten.
9
0A48.0600.S0003
351
Selbsthilfe
Keilriemen wechseln, prüfen
KeilriemenĆ / Keilrippenriemenspannung prüfen
Pneumatisch gespannte bzw. mit Schnellspanner gesĆ
Verletzungsgefahr
pannte Keilriemen / Keilrippenriemen werden automaĆ
tisch auf die korrekte Vorspannung gespannt.
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches
Starten des Motors während des Arbeitens im MotorĆ
raum kann zu schweren Verletzungen führen.
Drehende Motorteile können schwerste Verletzungen
verursachen und Gliedmaßen abtrennen. Schild mit der
Aufschrift Motor nicht starten" am Lenkrad anbringen.
Aus demselben Grund Keilriemen / Keilrippenriemen
nur bei stillstehendem Motor prüfen, spannen und
wechseln.
Spannvorrichtungen stehen unter Federspannkraft.
Spannvorrichtungen mit großer Vorsicht lösen.
Keilriemenantriebe müssen genau vorgespannt sein. Zu
geringe Vorspannung führt zu ungenügender KraftübertraĆ
gung und vorzeitigem Verschleiß. Zu hohe Vorspannung
verursacht übermäßige Dehnung, erhöhte Walkarbeit, LaĆ
gerschäden und vorzeitigen Verschleiß.
Keilriemen / Keilrippenriemen, die nicht pneumatisch
bzw. von Schnellspannern automatisch auf die korrekte
Vorspannung gespannt werden, müssen nach dem
Entspannen und Spannen (z. B. bei einem KeilriemenĆ
wechsel) umgehend von einer MANĆServiceĆWerkstatt
nochmals genau vorgespannt werden.
352
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Federspeicher mechanisch lösen
Im Notfall, z. B. zum Abschleppen oder bei fehlendem Vorratsdruck,
können die Federspeicher mechanisch gelöst werden.
Verletzungsgefahr
Befinden sich die Federspeicher in Lösestellung, ist keine BremswirĆ
1
kung der Feststellbremse vorhanden. Fahrzeug ist nicht betriebsbeĆ
reit.
Fahrzeug vor dem Lösen der Federspeicher gegen Wegrollen durch
Unterlegkeile sichern. Personen können sonst stürzen und eingeĆ
klemmt werden. Körperteile können gequetscht werden.
Angehobenes Fahrzeug mit Unterstellböcken sichern. Keinesfalls
unter ein nicht abgesichertes Fahrzeug legen. Der Wagenheber ist
521X.0600.S0084
nur für kurzzeitiges Anheben vorgesehen.
Unfallgefahr
Vor Wiederinbetriebnahme des Fahrzeuges Federspeicherfunktion
unbedingt wiederherstellen. Fahrzeug ist sonst nicht betriebsbereit.
Die Federspeicher befinden sich an der Antriebsachse und an der
Nachlaufachse jeweils am linken und rechten Bremssattel.
Das Bild zeigt den in Fahrtrichtung rechten Federspeicher .1. bei
montierten Rädern. Bild ist beispielhaft.
Für einen optimalen Zugang zu den Federspeichern empfiehlt es
sich, das Fahrzeug anzuheben und die Räder abzunehmen
(. ab Seite 358).
353
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Federspeicher mechanisch lösen
= Bremsstellung
! Lösestellung
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.
" Feststellbremshebel in Lösestellung bringen (. Seite 329).
" Gegebenenfalls Fahrzeug anheben (. Seite 362).
" Löseschraube bis zum Anschlag vollständig herausdrehen, bis
die Lösestellung ! erreicht ist.
Max. Lösemoment:
35 Nm
0
Federspeicherfunktion wiederherstellen
0516.0805.S0001
Unfallgefahr
Vor Wiederinbetriebnahme des Fahrzeuges Federspeicherfunktion
unbedingt wieder herstellen. Fahrzeug ist sonst nicht betriebsbereit.
" Bremsanlage bis zum Abschaltdruck füllen.
" Löseschraube vollständig in die Bremsstellung = hineindrehen
und festziehen.
Anziehdrehmoment:
70 Nm
" Federspeicher auf korrekte Funktion überprüfen; Feststellbremse
mehrmals betätigen.
1
0516.0805.S0002
354
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Fahrzeug fremdbefüllen
Verletzungsgefahr
Fahrzeug vor dem Fremdbefüllen gegen Wegrollen
durch Unterlegkeile sichern. Personen können sonst
stürzen und eingeklemmt werden. Körperteile können
eingequetscht werden.
Unfallgefahr
Die Druckluftanlage des Fahrzeuges ist in Notfällen,
insbesondere zum Abschleppen des Fahrzeuges,
fremdzubefüllen, damit die Federspeicher der FeststellĆ
bremse gelöst werden.
Ein Druckluftverlust nach bereits kurzer Standzeit ist ein
Anzeichen für eine undichte Druckluftanlage.
Bei Ausfall des Luftpressers oder undichter DruckluftanĆ
lage ist das Fahrzeug nicht betriebsbereit. Fahrzeug in
einer MANĆServiceĆWerkstatt überprüfen lassen.
Die Druckluftanlage kann auch zum schnelleren ErreiĆ
chen des Vorratsdruckes vor Fahrtantritt fremdbefüllt
werden.
355
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Der Fremdbefüllungsanschluss befindet sich hinter der BugmittelĆ
klappe.
Bei Ausfall des Motors oder des Luftpressers kann die DruckluftanĆ
lage des Fahrzeuges von außen befüllt werden.
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.
" Zündung einschalten.
" Feststellbremshebel in Lösestellung bringen.
1
" Bugmittelklappe öffnen (. Seite 54).
" Abdeckkappe .1. des Fremdbefüllungsanschlussesabnehmen.
" Füllschlauch anschließen.
" Druckluftanlage befüllen, bis ein Bremsvorratsdruck von mindeĆ
stens ca. 6 bar erreicht ist.
Nach Erreichen eines Vorratsdruckes von > ca. 6 bar erlöschen die
0R0X.0804.S0001
zentrale Warnleuchte und die Kontrollleuchte Feststellbremse". AuĆ
ßerdem erlischt im Fahrerdisplay die Fehlermeldung Vorratsdruck zu
gering".
356
Selbsthilfe
Bei Druckluftverlust
Manövrierfähigkeit des Fahrzeuges bei druckĆ
loser Luftfederung
Das Fahrwerk ist konstruktiv so ausgelegt, dass bei druckĆ
losen Luftfederbälgen die Manövrierfähigkeit des FahrzeuĆ
ges gewährleistet ist.
In diesem Falle liegt das gesamte Fahrzeugewicht auf den
am vorderen Fahrwerk und an der Hinterachse eingeĆ
bauten Gummihohlfedern. Im normalen Betriebszustand
sind die Gummihohlfedern nicht im Eingriff. Sie verhindern
das Durchschlagen des Fahrwerkes und der Achsen bei
extremer Einfederung.
Die Gummihohlfedern sind nicht für eine Dauerbelastung
ausgelegt und können in keinem Falle die normale FedeĆ
rung ersetzen.
Bei druckloser Luftfederung bleibt das Fahrzeug manöĆ
vrierfähig. Es darf aber nur mit Schrittgeschwindigkeit
und ohne Fahrgäste bis zur nächsten MANĆServiceĆ
Werkstatt weitergefahren werden.
357
Selbsthilfe
Rad wechseln
Rad wechseln
Der Auffahrkeil befindet sich beim
Unfallgefahr
Bordwerkzeug (. Seite 149).
Der Wagenheber kann beim Anheben des Fahrzeugs in
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Feststellbremse
den Untergrund gedrückt werden. Das Fahrzeug senkt
betätigen und Unterlegkeile anlegen.
sich dann ab und kann Personen einklemmen und erĆ
" ECASĆAnlage deaktivieren, hierzu Mechanischen BatteĆ
drücken. Um die Standsicherheit des Wagenhebers zu
rietrennschalter ausschalten (. Seite 382).
erhöhen und die Gefahr des Eindrückens zu verringern
den Wagenheber zusätzlich auf die mitgelieferte HolzĆ
ECASĆAnlage deaktivieren
platte stellen.
Die ECASĆAnlage regelt bis 10 min nach Ausschalten der
Vorbereitende Maßnahmen
Zündung das Höhenniveau des Fahrzeuges nach. Vor
dem Wechseln des Rades ECASĆAnlage deaktivieren!
" Fahrzeug an geeigneter und sicherer Stelle anhalten,
Zündung ausschalten und Warnblinkanlage einschalten.
Verletzungsgefahr
" Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer WarnĆ
weste anlegen.
Das Fahrzeug kann im angehobenen Zustand vom WaĆ
" Warndreieck und Warnblinkleuchte in ausreichender
genheber abrutschen, wenn die ECASĆAnlage versucht,
Entfernung aufstellen. Länderspezifische Vorschriften
das Höhenniveau nachzuregeln. Körperteile können
beachten.
eingeklemmt werden. Fahrzeug deshalb keinesfalls bei
aktiver ECASĆAnlage anheben. Batterietrennschalter
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. DarĆ
ausschalten.
auf achten, dass die Fahrgäste sich außerhalb des
Gefahrenbereiches aufhalten.
Bei angehobenem Fahrzeug niemals BatterietrennschalĆ
" Wenn an dem benötigten WagenheberĆAnsetzpunkt
ter und Zündung einschalten.
nicht genügend Bodenfreiheit vorhanden ist, um den
" Mechanischen Batterietrennschalter ausschalten
Wagenheber auf der Holzplatte an der Karosserie anĆ
(. Seite 382).
zusetzen, muss mit dem entsprechenden Rad auf den
mitgelieferten Auffahrkeil (. Seite 149) aufgefahren
werden.
358
Selbsthilfe
Rad wechseln
Radkappen der Stahlfelgen abnehmen
Verletzungsgefahr
Beim Abnehmen der Radkappen besteht Verletzungsgefahr. SchutzĆ
handschuhe tragen.
Unbeabsichtigtes Absenken oder Abrutschen des Fahrzeuges kann
zu schweren Personenschäden führen. Fahrzeug gegen unbeabĆ
sichtigtes Absenken sichern.
Die Radkappenbefestigung ist bei den vorderen und hinteren Rädern
prinzipiell die gleiche. Bild ist beispielhaft.
" Radkappe an den Lufteinlässen greifen und vorsichtig von der
Stahlfelge abziehen.
0R0X.0806.S0001
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Lackschäden zu vermeiden, Radkappe an geeigneter Stelle
ablegen.
359
Selbsthilfe
Rad wechseln
Radzierringe der Aluminiumfelgen* der VorderĆ und Nachlaufachse
abnehmen
1
Die Radzierringe sind mit Hilfe zweier bzw. vierer Laschen mit RadĆ
muttern befestigt.
" Wenn verbaut, Kappen der Radmuttern abnehmen.
" Die Radmuttern .1., die zur Befestigung der Laschen dienen, herĆ
ausdrehen und Radzierring abnehmen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Kratzer zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden und
Radzierringe an geeigneter Stelle ablegen.
0R0X.0806.S0002
Radzierringe der Aluminiumfelgen* der Antriebsachse abnehmen
Die Radzierringe sind mit Hilfe zweier Laschen mit Radmuttern beĆ
festigt.
" Wenn verbaut, Kappen der Radmuttern abnehmen.
" Die Radmuttern .2., die zur Befestigung der Laschen dienen, herĆ
ausdrehen und Radzierring abnehmen.
2
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Kratzer zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden und
Radzierringe an geeigneter Stelle ablegen.
0516.0806.S0004
360
Selbsthilfe
Rad wechseln
Ersatzrad entnehmen
Verletzungsgefahr
Beim Entnehmen des Ersatzrades besteht Verletzungsgefahr durch
1
das hohe Eigengewicht des Ersatzrades.
Körperteile können eingeklemmt oder gequetscht werden.
3
Ersatzrad möglichst mit Hilfe einer zweiten Person entnehmen und
vorsichtig absetzen.
2
Das Ersatzrad befindet sich hinter der Bugmittelklappe.
" Bugmittelklappe ausbauen (. Seite 54).
" Spanngurt .1. lösen.
" Sicherungssplint .2. herausziehen.
0R0X.0806.S0003
" Ersatzrad mit Hilfe der Schlaufe .3. aus dem Fach herausziehen
und auf dem Boden absetzen.
" Ersatzrad aufrichten und zum auszuwechselnden Rad rollen.
Einsetzen des defekten Rades in umgekehrter Reihenfolge.
Unfallgefahr
Das Ersatzrad und die Schlaufe können sich bei nicht korrekt angeĆ
brachtem Spanngurt und nicht eingestecktem Sicherungssplint bei
Erschütterungen aus der Halterung lösen, das Lenkgestänge blokĆ
kieren und Bauteile beschädigen. Ersatzrad unbedingt mit dem
Spanngurt sichern und auf festen Sitz prüfen. Schlaufe unbedingt
mit dem Sicherungssplint sichern.
361
Selbsthilfe
Rad wechseln
Fahrzeug anheben
Verletzungsgefahr
Fahrzeug nur auf ebener Fläche, festem und rutschsicherem UnterĆ
grund anheben. Der Wagenheber findet sonst keinen sicheren Halt.
Zur Vermeidung von Unfällen und Beschädigungen des Fahrzeuges
Wagenheber nur an den dafür vorgesehenen Punkten ansetzen.
Ein vom Wagenheber abrutschendes Fahrzeug kann zu schweren
Personenschäden führen.
Angehobenes Fahrzeug wenn möglich mit Unterstellböcken sichern.
Sich keinesfalls unter ein nicht abgesichertes Fahrzeug legen. Der
Wagenheber ist nur für kurzzeitiges Anheben vorgesehen.
0516.0806.S0005
Unfallgefahr
Die ECASĆAnlage regelt bis 10 min nach Zündung aus" das HöĆ
henniveau des Fahrzeuges nach. Bevor das Fahrzeug angehoben
wird, ECASĆAnlage deaktivieren (. Seite 358).
Zündung des angehobenen Fahrzeuges nicht einschalten. Die
ECASĆAnlage würde versuchen, das Höhenniveau zu regulieren.
Dadurch kann das Fahrzeug vom Wagenheber rutschen und PersoĆ
nenĆ und Fahrzeugschäden verursachen.
An der Karosserie sind WagenheberĆAnsetzpunkte angebracht. Nur
an diesen Punkten darf das Fahrzeug angehoben werden.
Die Anordnung der WagenheberĆAnsetzpunkte sind bei den andeĆ
ren Fahrzeugvarianten prinzipiell gleich.
362
Selbsthilfe
Rad wechseln
" Wenn an dem benötigten WagenheberĆAnsetzpunkt .3. nicht genüĆ
gend Bodenfreiheit vorhanden ist, um den Wagenheber .1. auf der
Holzplatte .2. an der Karosserie anzusetzen, muss mit dem entĆ
3
sprechenden Rad auf den mitgelieferten Auffahrkeil aufgefahren
werden.
1
Der Auffahrkeil befindet sich beim Bordwerkzeug (. Seite 149).
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Feststellbremse betätigen und
2
Unterlegkeile anlegen.
" Zündung ausschalten.
" ECASĆAnlage deaktivieren (. Seite 358).
" Alle Radmuttern lösen.
521X.0600.S0081
" Alle Radmuttern bis auf drei versetzt angeordnete Radmuttern
abschrauben.
Unfallgefahr
Der Wagenheber kann beim Anheben des Fahrzeugs in den UnterĆ
grund gedrückt werden. Das Fahrzeug senkt sich dann ab und
kann Personen einklemmen und erdrücken. Um die Standsicherheit
des Wagenhebers zu erhöhen und die Gefahr des Eindrückens zu
verringern, den Wagenheber zusätzlich auf die mitgelieferte HolzĆ
platte stellen.
" Wagenheber .1. (. Seite 149) auf die Holzplatte .2. stellen und am
dafür vorgesehenen WagenheberĆAnsetzpunkt .3. der Karosserie
ansetzen.
" Fahrzeug anheben.
363
Selbsthilfe
Rad wechseln
Rad abnehmen
" Die drei restlichen versetzt angeordneten Radmuttern lösen und
1
abschrauben.
" Bei vorhandenem TPMĆModul* Verbindungsschlauch vom Reifen
trennen und TPMĆModul* abnehmen.
" Rad bzw. Räder (bei Doppelfelgen), gegebenenfalls über die ZenĆ
trierbuchsen .1., abnehmen.
" Wenn der mitgelieferte Auffahrkeil benutzt wurde, diesen wieder
entfernen und an der dafür vorgesehenen Stelle im Fahrzeug
sicher verstauen.
Beim Rad Abnehmen und Aufsetzen vermeiden, dass die ScheiĆ
benräder über die Gewindegänge der Radbolzen gezogen werden.
Dadurch wird das Bolzengewinde beschädigt und das AufschrauĆ
ben der Radmuttern erschwert. Im ungünstigsten Falle kann sich
die Radmutter auf dem beschädigten Bolzen festfressen.
Radmuttern und gegebenfalls Distanzringe, Federringe, ZentrierhülĆ
sen sowie TPMĆModul* an geeignetem Ort zur Wiederverwendung
aufbewahren.
364
Selbsthilfe
Rad wechseln
Prüfarbeiten / Arbeiten vor der Radmontage
Rad anbauen
Unfallgefahr
Unfallgefahr
Folgende Vorgaben zwingend einhalten, ansonsten könĆ
Stark abgenutzte oder beschädigte Reifen können zu
nen sich die Räder lösen.
gefährlichen, unberechenbaren Fahreigenschaften fühĆ
S
Anlageflächen der Radnabe, Radmuttern und Felge
ren. Auch das Reifenalter kann die Fahreigenschaften
beeinträchtigen.
− bei Zwillingsrädern auch zwischen den Felgen −
müssen sauber, eben, korrosionsfrei, schmiermittelfrei
S
Reifen auf Zustand überprüfen, gegebenenfalls ReiĆ
und trocken sein. Korrosionsfrei bedeutet in diesem
fen erneuern.
Zusammenhang: Keine Rostnarben und keine anhafĆ
S
Reifen, auch Ersatzreifen, die älter als 6 Jahre sind
tenden Rostschichten. Leichte Anrostungen (Flugrost)
ersetzen. Davon abweichende Empfehlungen der
sind zulässig.
Reifenhersteller beachten.
S
Bei lackierten Felgen darf die Schichtdicke der LackĆ
" Rad bzw. Räder, bei Doppelfelgen, gegebenenfalls
schicht an den Spiegelflächen (Flanschen) nicht
über Zentrierbuchsen, aufsetzen.
mehr als 65 μm betragen.
" Radmuttern aufschrauben, dabei gegebenenfalls TPMĆ
" Anlageflächen der Radnabe, Radmuttern und Felge −
Modul* montieren.
bei Zwillingsrädern auch zwischen den Felgen − entroĆ
" Radmuttern mit Schlüssel handfest über Kreuz anzieĆ
sten, reinigen und trocknen. Hierzu keine schmiermitĆ
hen.
telhaltigen Substanzen verwenden.
" Prüfen, ob das Rad korrekt auf der Nabe sitzt.
" Radbolzen auf festen Sitz prüfen, gegebenenfalls zuĆ
" Zentrierbuchsen abnehmen.
rückgeschobene Radbolzen ganz einschlagen.
" Die restlichen Radmuttern aufschrauben und mit
" Gewinde der Radbolzen und Radmuttern reinigen, und
Schlüssel handfest anziehen.
im Falle von Korrosion leicht einölen (1 Tropfen).
" Gegebenenfalls Verbindungsschlauch des TPMĆ
" Druckteller der Radmuttern auf freie Beweglichkeit prüĆ
Moduls* wieder mit dem Reifenventil verbinden.
fen, gegebenenfalls Reibfläche zwischen Radmutter
" Fahrzeug absenken.
und Druckteller leicht einölen (1 Tropfen).
Ist die freie Beweglichkleit des Drucktellers nicht sicherĆ
gestellt, Radmutter(n) erneuern.
365
Selbsthilfe
Rad wechseln
Radmuttern festziehen
" Radmuttern mit vorgeschriebenem Anziehdrehmoment
über Kreuz festziehen.
Unfallgefahr
" Reifenluftdruck kontrollieren, gegebenenfalls korrigieren.
" Radmuttern nach 50 − 150 km Fahrstrecke mit vorgeĆ
Folgende Vorgaben zwingend einhalten, ansonsten könĆ
schriebenem Anziehdrehmoment nachziehen.
nen sich die Räder lösen.
S Radmuttern immer über Kreuz anziehen bzw. nachĆ
Anziehdrehmoment:
ziehen und dabei vorgeschriebenes AnziehdrehmoĆ
Mittenzentrierte Räder mit Radmutter M22 x 1,5:
ment beachten.
S Nach erfolgtem Radwechsel bzw. erfolgter RadmonĆ
575 ± 25 Nm
tage, Radmuttern nach 50 − 150 km Fahrstrecke mit
Mittenzentrierte Räder mit Radmutter M20 x 1,5:
vorgeschriebenem Anziehdrehmoment nachziehen.
475 ± 25 Nm
Wurde der erste Anzug korrekt ausgeführt und sind alle
genannten Bedingungen erfüllt, lassen sich die RadmutĆ
tern dabei nicht oder nur geringfügig nachziehen.
S Ist beim Nachziehen unter Berücksichtigung des
Drehmomentangaben gültig für mittenzentrierte StahlĆ
vorgeschriebenen Anziehdrehmoments ein deutlicher
scheibenräder und mittenzentrierte AluminiumscheibenĆ
Nachzug (größer 10°) möglich, oder bestehen UnsiĆ
räder.
cherheiten bezüglich der Vorgaben (z. B. max.
Schichtdicke der Felgenlackierung, Korrosionsfreiheit),
Radmuttern wöchentlich nachziehen, bis ein endgültiĆ
Seit dem Produktionsjahr 2000 haben Reifen eine DOT
ger Festsitz erreicht ist.
Nummer mit vierstellig endender Ziffernfolge.
Zeigt sich dabei, dass nach weiteren zwei Nachzügen
Beispiel: DOT CUNB A1 B6 0100
immer noch kein Festsitz erreicht wird, Rad bzw. Räder
Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche,
demontieren und Mängel, die für das außergewöhnliche
die letzten beiden Ziffern das Jahr an in dem der ReiĆ
Setzverhalten der Verschraubungen ursächlich sind, beĆ
fen produziert wurde. In diesem Beispiel also in der
seitigen.
ersten Kalenderwoche im Jahr 2000.
Falscher Reifenluftdruck kann zu gefährlichen, unbereĆ
chenbaren Fahreigenschaften führen. Reifenluftdruck
kontrollieren, gegebenenfalls korrigieren.
366
Selbsthilfe
Rad wechseln
Reifen über Reifenfüllanschluss befüllen
Der Reifenfüllanschluss befindet sich hinter der Bugmittelklappe.
" Bugmittelklappe öffnen (. Seite 54).
" Reifenfüllschlauch* am betreffenden Reifen anschließen.
" Verschluss des Reifenfüllanschlusses .1. abnehmen und ReifenfüllĆ
schlauch anschließen.
" Motor starten und mit erhöhter Drehzahl laufen lassen.
1
" Reifen aufpumpen.
Reifenluftdruck unbedingt kontrollieren und gegebenenfalls korrigieĆ
ren. Falscher Reifenluftdruck kann zu gefährlichen, unberechenbaĆ
0R0X.0804.S0001
ren Fahreigenschaften führen.
Reifenluftdrücke (. Seite 502).
367
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Reifenfüllmittel einsetzen
Das Reifenfüllmittel des Reifen Repair Sets* dichtet BeĆ
Schäden an der Felge oder der Reifenseitenwand könĆ
schädigungen im Reifen durch Fremdkörper bis zu 8 mm
nen nicht abgedichtet werden.
Durchmesser ab.
Besonderheit beim inneren Zwillingsreifen:
S Im felgenseitigen Ventil des inneren Zwillingsreifens
Unfallgefahr
darf kein Ventileinsatz montiert sein.
Wird nach Einsatz des Reifenfüllmittels der vom ReifenĆ
S Es muss eine spezielle Ventilverlängerung am felĆ
hersteller empfohlene Reifenluftdruck nicht erreicht, ist
genseitigen Ventil montiert sein.
der Reifen zu stark beschädigt. Das Fahrzeug ist nicht
betriebsbereit. Fahrzeug stilllegen und neuen Reifen
Sind diese beiden Voraussetzungen nicht erfüllt, kann
aufziehen.
das Reifendichtmittel nicht in den Reifen gelangen.
Zur Vermeidung von Unfällen Höchstgeschwindigkeit
Zum Befüllen des Reifens wird der Ventileinsatz der
nach Einsatz des Reifenfüllmittels von 80 km/h nicht
Ventilverlängerung ausgebaut (. Seite 372).
überschreiten.
Die spezielle Ventilverlängerung kann unter der MANĆ
Umgehend nächstgelegenen Reifendienst oder nächste
Sachnummer 81.45905−0200 bei der MAN Truck &
MANĆServiceĆWerkstatt aufsuchen. Das Reifenfüllmittel
Bus AG bestellt werden.
ist nur für kurzzeitiges Weiterfahren vorgesehen.
Gesundheitsgefahr
Reifenfüllmittel ist gesundheitsgefährdend. ReifenfüllmitĆ
tel weder mit der Haut noch mit der Kleidung berühren.
Spritzer auf der Haut oder der Kleidung sofort mit klaĆ
rem Wasser ausspülen. Reifenfüllmittel kann bei AllergiĆ
kern zu Reizungen führen. Reifenfüllmittel von Kindern
fernhalten.
Geschieht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch ein
Unfall, z. B. durch folgende Punkte, sofort einen Arzt
aufsuchen:
S Verschlucken von Reifenfüllmittel
S Reifenfüllmittelspritzer in den Augen
368
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Vorbereitende Maßnahmen
ECASĆAnlage deaktivieren
" Fahrzeug an sicherer und geeigneter Stelle anhalten
und Feststellbremse betätigen.
Unfallgefahr
" Warnblinkanlage einschalten.
Das Fahrzeug kann im angehobenen Zustand vom WaĆ
" Zum eigenen Schutz und zur Warnung anderer WarnĆ
genheber abrutschen, wenn die ECASĆAnlage versucht,
weste anlegen.
das Höhenniveau nachzuregeln. Körperteile können
" Warndreieck und Warnblinkleuchte in ausreichender
eingeklemmt werden. Fahrzeug deshalb keinesfalls bei
Entfernung aufstellen. Länderspezifische Vorschriften
aktiver ECASĆAnlage anheben. Batterietrennschalter
beachten.
ausschalten.
" Fahrzeug so stellen, dass die schadhafte Stelle am
Bei angehobenem Fahrzeug niemals BatterietrennschalĆ
Reifen unten zur Fahrbahn hin liegt.
ter und Zündung einschalten.
" Fahrzeug gegen Wegrollen sichern. Feststellbremse
Die ECASĆAnlage regelt bis 10 min nach Ausschalten der
betätigen und Unterlegkeile anlegen.
Zündung das Höhenniveau des Fahrzeuges nach.
" Zündung ausschalten.
" Mechanischen Batterietrennschalter ausschalten
" Fahrgäste auffordern, das Fahrzeug zu verlassen. DarĆ
(. Seite 382).
auf achten, dass die Fahrgäste sich außerhalb des
Gefahrenbereiches aufhalten.
" ECASĆAnlage deaktivieren.
369
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Radkappen der Stahlfelgen abnehmen
Verletzungsgefahr
Beim Abnehmen der Radkappen besteht Verletzungsgefahr. SchutzĆ
handschuhe tragen.
Unbeabsichtigtes Absenken oder Abrutschen des Fahrzeuges kann
zu schweren Personenschäden führen. Fahrzeug gegen unbeabĆ
sichtigtes Absenken sichern.
Die Radkappenbefestigung ist bei den vorderen und hinteren Rädern
prinzipiell die gleiche. Bild ist beispielhaft.
" Radkappe an den Lufteinlässen greifen und vorsichtig von der
Stahlfelge abziehen.
0R0X.0806.S0001
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Lackschäden zu vermeiden, Radkappe an geeigneter Stelle
ablegen.
370
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Reifen Repair Set* entnehmen
Das Reifen Repair Set*, bestehend aus Reifenfüllmittelflasche und
Ventileinsatzdreheŗ und der Reifenfüllschlauch* befinden sich im
bzw. beim Gerätekasten .1. hinter der linken hinteren Serviceklappe.
.2.
Reifenfüllmittelflasche
.3.
Ventileinsatzdreher für Zwillingsbereifung außen
4.
Reifenfüllschlauch*
.5.
Ventileinsatzdreher für EinzelĆ und Zwillingsbereifung innen
1
Vor Antritt der Fahrt mit der Einbaulage des Reifen Repair Sets*
und des Reifenfüllschlauches* vertraut machen.
2216.0300.S0003
Verletzungsgefahr
Fremdkörper sollten nur bei drucklosen Reifen entfernt werden, da
3
sonst Verletzungen durch geschossene" Nägel oder Schrauben
vorkommen können.
" Serviceklappe öffnen.
" Alle Teile des Reifen Repair Sets* und den Reifenfüllschlauch*
entnehmen.
4
" Fremdkörper im Reifen entfernen (bei drucklosem Reifen).
2
5
121X.0600.S0053
371
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Reifenventil des zu füllenden Reifens vorbereiten
Für eine optimale Durchführung der Reifenreparatur sollte sich der
Reifen möglichst in einer Stellung befinden, in der die schadhafte
6
Stelle unten zur Fahrbahn hin liegt.
7
" Bei vorhandenem TPMĆModul .8. Verbindungsschlauch .7. vom
Reifenventil .6. trennen.
" Ventileinsatz bei Zwillingsbereifung außen ausbauen
(. Seite 374).
8
Beziehungsweise:
" Ventileinsatz bei EinzelĆ und Zwillingsbereifung innen ausbauen
(. Seite 372).
121X.0600.S0003
Ventileinsatz bei EinzelĆ und Zwillingsbereifung innen ausbauen
Verletzungsgefahr
Aus dem Reifenventil austretende Druckluft kann Schmutz und
5
Kleinteile aufwirbeln.
9
Schutzbrille und Handschuhe tragen.
" Ventilkappe .9. abnehmen.
" Ventileinsatzdreher .5.. auf Reifenventil aufsetzen und festklemmen.
" Ventileinsatzdreher dabei zusätzlich durch einige Umdrehungen
auf das Reifenventil aufschrauben.
" Rändelkopf an der Stange des Ventileinsatzdrehers solange mit
Druck drehen, bis der Ventileinsatz in die Aufnahme der Stange
121X.0600.S0008
einrastet.
372
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
" Rändelkopf an der Stange des Ventileinsatzdrehers nach links
drehen, bis der Ventileinsatz aus dem Reifenventil herausgeĆ
schraubt ist.
" Stange des Ventileinsatzdrehers mit dem Ventileinsatz .10. nach
hinten ziehen.
Ist der Ventileinsatz nicht sichtbar, Vorgang wiederholen.
Der Ventileinsatz verbleibt im Ventileinsatzdreher und wird nach
10
Abschluss des Füllvorgangs wieder eingeschraubt.
" Reifenfüllmittelflasche .2. schütteln.
" Kipphebelstecker .11. der Reifenfüllmittelflasche am seitlichen AnĆ
121X.0600.S0009
schluss .12. des Ventileinsatzdrehersanschließen.
" Reifenfüllmittelflasche mit Bügel senkrecht an der Felge einhänĆ
gen.
" Reifen mit Reifenfüllmittel befüllen (. Seite 376).
11
12
2
121X.0600.S0010
373
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Ventileinsatz bei Zwillingsbereifung außen ausbauen
Verletzungsgefahr
Aus dem Reifenventil austretende Druckluft kann Schmutz und
Kleinteile aufwirbeln.
Schutzbrille und Handschuhe tragen.
" Ventilkappe .9. abnehmen.
" Ventileinsatzdreher .3. auf Reifenventil aufsetzen und festklemmen.
9
" Mit Druck drehen, bis der Ventileinsatz in den Schlitz des VentilĆ
einsatzdrehers einrastet.
3
121X.0600.S0004
Den gelösten Ventileinsatz .3. sauber aufbewahren. Schmutz kann
sonst die Dichtfähigkeit beeinträchtigen.
" Ventileinsatz .10. aus dem Reifenventil herausschrauben.
10
121X.0600.S0005
374
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
" Reifenfüllmittelflasche .2. schütteln.
" Kipphebelstecker .11. der Reifenfüllmittelflasche am Reifenventil
anschließen.
" Reifenfüllmittelflasche mit Bügel senkrecht an der Felge einhänĆ
gen.
" Reifen mit Reifenfüllmittel befüllen (. Seite 376).
11
2
121X.0600.S0006
375
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Reifen mit Reifenfüllmittel befüllen
Unfallgefahr
Wird der vom Reifenhersteller empfohlene Reifenluftdruck nicht erĆ
reicht, ist der Reifen zu stark beschädigt. Das Fahrzeug ist nicht
betriebsbereit. In diesem Fall neuen Reifen aufziehen.
Der Reifenfüllanschluss befindet sich hinter der Bugmittelklappe.
13
" Bugmittelklappe öffnen (. Seite 54).
" Verschluss des Reifenfüllanschlusses .13. abnehmen und ReifenĆ
füllschlauch* anschließen.
" Reifenfüllschlauch* 4. an der Reifenfüllmittelflasche .2. anschließen.
" Motor starten.
0R0X.0804.S0001
" Druckventil am Reifenfüllschlauch* betätigen, bis das ReifenfüllĆ
mittel vollständig in den Reifen geflossen ist.
Max. zulässigen Behälterdruck der Reifenfüllmittelflasche von
9 bar nicht überschreiten.
2
Bei Verlust des Ventileinatzes kann Ersatzweise der Ventileinsatz
der leeren Reifendichtmittelflasche verwendet werden.
4
121X.0600.S0007
376
Selbsthilfe
Reifenfüllmittel einsetzen
Weitere Vorgehensweise bei Ventileinsatz ZwillingsbeĆ
Reifenreparatur abschließen
reifung außen
" Gegebenenfalls Verbindungsschlauch des TPMĆ
" Reifenfüllmittelflasche abnehmen.
Moduls* wieder mit dem Reifenventil verbinden.
" Ventileinsatz mit Ventileinsatzdreher wieder einschrauĆ
" Ventilkappe des Reifenventils wieder anbringen.
ben.
" Radkappe wieder anbringen.
" Reifenfüllschlauch* direkt am Reifenventil anschließen
" Aufkleber für Geschwindigkeitsbegrenzung von der
und Reifen bis zum vorgeschriebenen Reifenluftdruck
Reifenfüllmittelflasche abziehen und im Sichtbereich
befüllen.
des Fahrers am Kombiinstrument anbringen.
" Benutztes Reifen Repair Set* und Reifenfüllschlauch*
wieder im bzw. beim Gerätekasten verstauen.
Reifenluftdrücke (. Seite 502).
" Zur gleichmäßigen Verteilung des Reifenfüllmittels im
Reifen unverzüglich ca. 3 min fahren.
" Anhalten und Reifenluftdruck kontrollieren.
Weitere Vorgehensweise bei Ventileinsatz EinzelĆ und
Zwillingsbereifung innen
" Ventileinsatz mit dem Rändelknopf an der Stange des
Reifenluftdruck unbedingt kontrollieren und gegebenenĆ
Ventileinsatzdrehers zurück in das Reifenventil drücken
falls korrigieren. Falscher Reifenluftdruck kann zu geĆ
und festschrauben.
fährlichen, unberechenbaren Fahreigenschaften führen.
" Reifenfüllmittelflasche abnehmen.
" Ventileinsatzdreher abnehmen.
" Reifenfüllschlauch* direkt am Reifenventil anschließen
Nach der Reifenreparatur die Reifenfüllmittelflasche im
und Reifen bis zum vorgeschriebenen Reifenluftdruck
Reifen Repair Set* erneuern. Das Set* besteht aus:
befüllen.
S Reifenfüllmittelflasche
S
1 m Schlauch
S
2 Ventileinsatzdreher
Reifenluftdrücke (. Seite 502).
Die Ventileinsatzdreher können weiterhin verwendet
werden. Nur das von der MAN Truck & Bus AG freigeĆ
gebene PREMIUM SEAL Reifen Repair Set* verwenĆ
den.
377
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Sicherheitshinweise zu Fremdstarten und StartĆ
hilfe
Verletzungsgefahr
Sicherheitshinweise im Umgang mit Batterien beachten.
Feuer, Funken, offenes Licht und Rauchen sind im UmĆ
gang mit Batterien verboten.
Erhöhte Vorsicht nach längerer Fahrt bzw. BatterieauflaĆ
dung mit Ladegerät. Dabei entsteht hochexplosives
Knallgas − für gute Belüftung sorgen.
Funkenbildung durch AnĆ und Abklemmen elektrischer
Verbraucher oder Messgeräte direkt an den BatteriepoĆ
len vermeiden.
Batterien enthalten ätzende Säure! Entsprechende
Schutzkleidung, Schutzbrille sowie säurefeste GummiĆ
handschuhe tragen. Batterien nicht kippen. Aus EntlüfĆ
tungsöffnungen kann Säure austreten.
Bei Arbeiten mit Batterien immer Augenschutz tragen.
Kinder von Säure und Batterien fernhalten.
Vor dem AnĆ und Abklemmen der Batterien alle VerĆ
braucher ausschalten und Batterietrennschalter ausĆ
schalten (. Seite 382).
Zuerst Masseanschluss (−) abklemmen.
Kurzschlüsse durch Verpolen und Überbrücken durch
Werkzeuge vermeiden.
Polabdeckungen nicht unnötig entfernen.
Beim Anklemmen der Batterien den Masseanschluss
(−) zuletzt montieren.
378
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Fremdstarten
1
Verletzungsgefahr
Sicherheitshinweise zu Fremdstarten und Starthilfe beachten
(. Seite 378).
Die FremdstartĆSteckdose .1. befindet sich hinter der hinteren rechten
Serviceklappe über den Fahrzeugbatterien.
" Zündungen beider Fahrzeuge zuerst ausschalten.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 53).
" Deckel der FremdstartĆSteckdose abnehmen.
" Stecker in die Steckdose des Empfängerfahrzeuges stecken.
0R0X.0600.S0015
" Motor des Spenderfahrzeuges starten.
" Verbindung des FremdstartĆKabels zum Spenderfahrzeug herstelĆ
len.
" Empfängerfahrzeug starten.
" Motor des Spenderfahrzeuges abstellen.
" FremdstartĆKabel zuerst am Empfängerfahrzeug, dann am SpenĆ
derfahrzeug ausstecken.
379
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Starthilfe
4
A
1
(12V)
24V
(12V)
Verletzungsgefahr
Sicherheitshinweise zu Fremdstarten und Starthilfe beachten
(. Seite 378).
Sind die Batterien entladen und der Motor lässt sich nicht starten,
kann auf Ersatzbatterien oder die Batterien eines Fremdfahrzeuges
B
ausgewichen werden.
(12V)
24V
(12V)
A.
Batterien des stromempfangenden Fahrzeuges.
B.
Batterien des stromspendenden Fahrzeuges.
2
3
488.0600.S0022
Starthilfe ausschließlich an den Batteriepolen durchführen − nieĆ
mals am Anlasser oder am Rahmen. Steuergeräte können dabei
Schaden nehmen.
Fahrzeug nicht mit einem Ladegerät starten. Das Ladegerät ist
nicht dafür ausgelegt.
Ausschließlich genormte Starthilfekabel, die für diesen Zweck ausĆ
gelegt sind, verwenden.
Vor Anklemmen der Starthilfekabel auf gleiche Betriebsspannung
der Fahrzeuge achten.
380
Selbsthilfe
Fremdstarten / Starthilfe
Anklemmen
Abklemmen
" Zündungen beider Fahrzeuge ausschalten.
" Batterietrennschalter ausschalten (. Seite 382).
" Die erste Polzange .1. des roten Kabels an den Pluspol
Beim Abklemmen der Starthilfekabel darf der Motor
der Empfängerbatterie anklemmen.
des stromempfangenden Fahrzeuges nur in LeerlaufĆ
drehzahlen laufen.
" Die zweite Polzange .2. des roten Kabels an den PlusĆ
pol der Spenderbatterie anklemmen.
" Polzangen in umgekehrter Reihenfolge abklemmen.
" Die erste Polzange .3. des schwarzen Kabels an den
Minuspol der Spenderbatterie anklemmen.
" Die zweite Polzange 4. des schwarzen Kabels an den
Minuspol der Empfängerbatterie anklemmen.
" Batterietrennschalter wieder einschalten.
" Motor des Spenderfahrzeuges starten und mit etwas
erhöhter Drehzahl laufen lassen.
" Motor des Empfängerfahrzeuges max. 15 Sekunden
starten und mit Leerlaufdrehzahlen laufen lassen.
381
Selbsthilfe
Mechanischer Batterietrennschalter
Elektrische Anlage von der Batterie trennen
Bei längerem Stillstand des Fahrzeuges oder vor Beginn von RepaĆ
raturarbeiten kann mit Hilfe des mechanischen Batterietrennschalters
0
die elektrische Anlage von der Batterie getrennt werden.
Der mechanische Batterietrennschalter befindet sich hinter der hinĆ
1
teren rechten Serviceklappe oberhalb der Fahrzeugbatterien.
" Zündung ausschalten.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 53).
" Schalter in Stellung = drehen und abnehmen.
" Falls vorhanden, Schutzkappe anbringen.
Die elektrische Anlage ist nun von der Batterie getrennt. WarnblinkĆ
anlage und Tachograph bleiben weiter betriebsbereit.
0R0X.0600.S0016
Batterietrennschalter nicht ausschalten, wenn:
S der Motor noch läuft,
S die Zusatzheizung noch in Betrieb ist und
S sonstige elektrische Verbraucher noch angeschaltet sind.
Die elektrische Anlage und deren Steuergeräte sowie die GeneratoĆ
ren können sonst Schaden nehmen.
382
Selbsthilfe
Mechanischer Batterietrennschalter
Batterietrennschalter einschalten
" Zündung ausschalten.
" Serviceklappe öffnen (. Seite 53).
" Schlüsselschalter in Stellung = einstecken, und in
Stellung ! drehen.
Die elektrische Anlage ist nun wieder mit der Batterie verĆ
bunden.
Der Batterietrennschalter verfügt über einen integrierten
UnterspannungsĆ und Polaritätsschutz und über eine
automatische Zeitabschaltung nach 72 Stunden. Dies
dient der Startfähigkeit und der Batterieschonung.
383
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Übersicht Fahrzeugaußenbeleuchtung
Lion’s Coach
1
10
2
9
8
15
16
7
14
13
5
12
6
11
3
4
Die Anordnung der Fahrzeugaußenbeleuchtung ist bei
den anderen Fahrzeugvarianten prinzipiell gleich.
384
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Bezeichnung
Typ / Leistung
Seite
.1.
Fahrtrichtungsanzeiger seitlich
PY21W
24 V / 21 W
gelb
391
.2.
Umrissleuchten vorne oben
LED
393
.3.
Nebelscheinwerfer
H4
24 V / 70 W
390
4.
Fahrtrichtungsanzeiger vorne
PY21W
24 V / 21 W
gelb
391
.5.
Fernscheinwerfer
H7
24 V / 70 W
390
Tagfahrlicht
H21
24 V / 21 W
.6.
Scheinwerfer für Abblendlicht
H7
24 V / 70 W
389
D2S
24 V / 35 W
Xenon*
Positionsleuchte (Standlicht)
W5W
24 V / 5 W
.7.
Seitenmarkierungsleuchten mit
integrierten
Rückstrahlern
LED
395
.8.
Zusatzbremsleuchte
LED
.9.
Fahrtrichtungsanzeiger hinten oben
LED
392
10.
Umrissleuchten hinten oben
LED
392
.11.
Schlussleuchten / Nebelschlussleuchten
P21/4W
24V / 21/4 W
394
12.
Rückfahrleuchten
P21W
24 V / 21 W
394
13.
Fahrtrichtungsanzeiger hinten unten
PY21W
24 V / 21 W gelb
394
.14.
Bremsleuchten unten
P21W
24 V / 21 W
394
.15.
Kennzeichenleuchten
C5W
24 V / 5 W Soffittenlampen
394
.16.
Umrissleuchten hinten seitlich
LED
395
385
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Übersicht Fahrzeuginnenbeleuchtung
Lion’s Coach
9
1
8
7
2
6
3
4
5
Die Anordnung der Fahrzeuginnenbeleuchtung ist bei
den anderen Fahrzeugvarianten prinzipiell gleich.
386
Selbsthilfe
Lampen Übersicht
Bezeichnung
Typ / Leistung
Seite
.1.
Motorraumleuchte
P21W
24 V / 21 W
396
.2.
Schalttafelbeleuchtung
C5W
24 V / 5 W Soffittenlampe
400
.3.
Ruhekabinenbeleuchtung hell
TL5/8W
Leuchtstoffröhre weiß
401
Ruhekabinenbeleuchtung dunkel
LED
4.
Toilettenbeleuchtung Kugelstrahler
G4
12 V / 10 W
Toilettenbeleuchtung unten
C5W
12 V / 5 W Soffittenlampe
.5.
Kofferraumbeleuchtung
LED
400
.6.
Kugelstrahler Front
R10W
24 V / 10 W
396
LED
.7.
Innenbeleuchtung dunkel
LED
398
.8.
Innenbeleuchtung hell
TL5HE/35W Leuchtstoffröhre weiß
397
.9.
Leseleuchten
W5W
24 V / 5 W
399
387
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen austauschen
Vor dem Lampen austauschen
VerbrennungsĆ und Verletzungsgefahr
Unfallgefahr
XenonĆLampen* stehen unter Hochspannung. XenonĆ
Unfälle durch Ausrutschen können folgenschwer sein.
Lampen* nicht selbst austauschen, sondern in einer
Böden, Leitern und Treppen ölĆ und fettfrei halten. Für
MANĆServiceĆWerkstatt überprüfen bzw. austauschen
sicheren Stand der Leiter sorgen.
lassen.
Bei Arbeiten in Höhen besteht große Verletzungsgefah
Glühlampen und Lampenträger können heiß sein. DesĆ
Gegen Absturz sichern.
halb vor dem Austauschen abkühlen lassen.
Das Fahrzeug kann sich unbeabsichtigt in Bewegung
Glühlampen stehen unter Druck und können beim AusĆ
setzen. Personen können stürzen und eingeklemmt
tauschen platzen. Beim Hantieren mit Glühlampen
werden. Körperteile können eingequetscht werden.
Handschuhe und Schutzbrille tragen.
Fahrzeug deshalb gegen Wegrollen sichern.
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches
Eine funktionierende AußenĆ und Innenbeleuchtung sind
Starten des Motors während des Arbeitens im MotorĆ
wesentlicher Bestandteil der Betriebssicherheit des FahrĆ
raum kann zu schweren Verletzungen führen.
zeuges. Deswegen defekte Lampen sofort austauschen.
S Vor dem Austauschen einer Glühlampe unbedingt den
entsprechenden elektrischen Verbraucher ausschalten.
S Glaskolben der Glühlampen nicht mit bloßen Fingern,
sondern mit einem fusselfreien Tuch anfassen.
S Nicht mit öligen oder feuchten Händen Glühlampen
austauschen.
S Darauf achten, dass durchgebrannte Glühlampen
durch Glühlampen gleicher Leistung und Spannung
ersetzt werden.
S Kontakte des Lampenträgers gegebenenfalls von KorroĆ
sion befreien.
388
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Scheinwerfereinheiten austauschen
2
Verletzungsgefahr
XenonĆLampen* stehen unter Hochspannung. XenonĆLampen* nicht
selbst austauschen, sondern in einer MANĆServiceĆWerkstatt überĆ
prüfen bzw. austauschen lassen.
3
1
Die Scheinwerfereinheiten sind durch Ausklappen der linken und
rechten Bugklappe zugänglich.
.1.
Abblendscheinwerfer und Standlicht
.2.
Fernscheinwerfer und Tagfahrlicht
.3.
Nebelscheinwerfer*
0R0X.0809.S0001
Lampen der Abblendscheinwerfer austauschen
Im Gehäuse des Abblendscheinwerfers befindet sich auch die GlühĆ
lampe des Standlichts .6..
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
4
" Linke bzw. rechte Bugklappe ausklappen (. Seite 55).
" Verschluss der Abdeckhaube .1. in Pfeilrichtung drücken und AbĆ
deckhaube abnehmen.
" Kabelverbindung 4. der Glühlampe trennen.
" Spange .5 hineindrücken und aufklappen.
5
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
6
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0R0X.0809.S0002
389
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Fernscheinwerfer und Nebelscheinwerfer* austauschen
Die Vorgehensweise beim Austauschen der Glühlampen von FernĆ
2
scheinwerfer und Nebelscheinwerfer ist prinzipiell die gleiche.
Im Gehäuse des Fernscheinwerfers befindet sich auch die GlühĆ
lampe des Tagfahrtlichts .7...
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Linke bzw. rechte Bugklappe ausklappen (. Seite 55).
" Verschlussdeckel des Fernscheinwerfers .2. bzw. NebelscheinwerĆ
fers .3. bis zum Anschlag nach links drehen und abnehmen.
3
" Kabelverbindung .8. der Glühlampe trennen.
" Spange .9. hineindrücken und aufklappen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
0R0X
.0809.S0001
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Die Glühlampen von AbblendĆ und Fernscheinwerfer sind gleich.
So kann die Glühlampe des Fernscheinwerfers ersatzweise auch
7
für den Abblendscheinwerfer benutzt werden. Glühlampe bei nächĆ
ster Gelegenheit erneuern.
9
8
0R0X.0600.S0018
390
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der vorderen Fahrtrichtungsanzeiger austauschen
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Linke bzw. rechte Bugklappe öffnen (. Seite 55).
" Lampenhalterung .10. bis zum Anschlag nach links drehen und
aus dem Gehäuse herausziehen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
10
0R12.0809.S0009
Lampen der seitlichen Fahrtrichtungsanzeiger austauschen
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die zwei Schrauben .11. mit einem Kreuzschlitzschraubendreher
herausdrehen und Abdeckung abnehmen.
" Glühlampe entnehmen und austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
11
0R12.0809.S0010
391
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der oberen Heckleuchten austauschen
Die hinteren oberen Umrissleuchten und Fahrtrichtungsanzeiger sind
im oberen Fahrzeugheck eingelassen. Sie sind über den FahrzeuginĆ
nenraum erreichbar, müssen aber nach außen abgenommen werden.
Unfallgefahr
Unfälle durch Ausrutschen können folgenschwer sein. Böden, LeiĆ
tern und Treppen ölĆ und fettfrei halten. Für sicheren Stand der
Leiter sorgen. Bei Arbeiten in Höhen besteht große VerletzungsgeĆ
fahr. Gegen Absturz sichern.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Befestigungsschrauben der Verkleidung unter der Heckscheibe
0R0X.0600.S0019
herausdrehen und Verkleidung abnehmen.
" Befestigungsschrauben der entsprechenden Verkleidung links
bzw. rechts neben der Heckscheibe herausdrehen und VerkleiĆ
dung abnehmen.
" Die Kabelverbindung der betroffenen Heckleuchte trennen und
mit einem passenden Werkzeug die Befestigungsmuttern .12. der
betroffenen Heckleuchte herausdrehen.
" Mit Leiter oder Ähnlichem im Bereich der entsprechenden oberen
Heckleuchten hochsteigen.
12
" Entsprechende Einheit der Heckleuchten abnehmen.
" LEDĆEinheit komplett austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Kratzer zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
0R0X.0600.S0022
392
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der vorderen oberen Umrissleuchten austauschen
Die vorderen oberen Umrissleuchten sind in der oberen FahrzeugĆ
front eingelassen.
Unfallgefahr
Unfälle durch Ausrutschen können folgenschwer sein. Böden, LeiĆ
tern und Treppen ölĆ und fettfrei halten. Für sicheren Stand der
Leiter sorgen. Bei Arbeiten in Höhen besteht große VerletzungsgeĆ
fahr. Gegen Absturz sichern.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die LEDĆEinheit vorsichtig abheben.
" Befestigungsschrauben der Verkleidung herausdrehen und VerĆ
kleidung abnehmen.
0R0X.0809.S0009
" Steckverbindung trennen und LEDĆEinheit austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
393
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der BremsĆ, FahrtrichtungsanzeigerĆ, SchlussĆ, RückfahrĆ
und Nebelschlussleuchten austauschen
Der Lampenträger ist nach Ausbauen der Heckleuchte zugänglich.
Bild ist beispielhaft.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Die beiden Schrauben .13. mit einem Kreuzschlitzschraubendreher
13
herausdrehen und Heckleuchte ein Stück abheben.
" Kabelverbindung zum Lampenträger trennen und Heckleuchte
ganz abnehmen.
" Lampenträger von Heckleuchte abbauen.
" Entsprechende Glühlampe austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0R12.0809.S0012
Lampen der Kennzeichenleuchten austauschen
Die Abdeckungen der beiden Kennzeichenleuchten lassen sich mit
einem Kreuzschlitzschraubendreher von außen abnehmen. Bild ist
beispielhaft.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Befestigungsschrauben .14. mit einem KreuzschlitzschraubendreĆ
her herausdrehen und Abdeckung abnehmen.
" Glühlampe austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
14
0516.0809.S0007
394
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Seitenmarkierungsleuchten austauschen
15
Die Seitenmarkierungsleuchten in den Kofferraumgriffen sind mit
Torxschrauben befestigt. In den Lüftungsgittern und SeitenverkleidunĆ
gen sind sie mit Kreuzschlitzschrauben befestigt.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Befestigungsschrauben .15. mit einem KreuzschlitzĆ bzw. TorxĆ
schraubendreherherausdrehen.
" Seitenmarkierungsleuchte abnehmen und Kabelverbindung trenĆ
nen.
" Seitenmarkierungsleuchte komplett austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
2216.0809.S0006
Lampen der hinteren seitlichen Umrissleuchten austauschen
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Abdeckungen der Befestigungsschrauben .16. mit einem geeigneĆ
ten Werkzeug entfernen.
" Befestigungsschrauben .16. mit einem geeigneten SchraubendreĆ
her herausdrehen.
" Umrissleuchte abnehmen und Kabelverbindung, eventuell im MoĆ
16
torraum, trennen.
" Umrissleuchte komplett austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
2216.0809.S0017
395
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampe der Motorraumleuchte austauschen
Verletzungsgefahr
Motor gegen ungewolltes Starten sichern. Plötzliches Starten des
Motors während des Arbeitens im Motorraum kann zu schweren
Verletzungen führen.
Die Motorraumleuchte befindet sich rechts oberhalb des MotorblokĆ
kes.
17
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Motorraumklappe öffnen (. Seite 51).
" Die beiden Befestigungsschrauben .17. mit einem KreuzschlitzĆ
schraubendreherherausdrehen.
2216.0809.S0009
" Glühlampe austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Lampe der Kugelstrahler Front austauschen
Die Kugelstrahler befinden sich links und rechts vom Innenspiegel
und in der Toilettenkabine. Bei Ausstattung Supreme befinden sie
sich zusätzlich über FahrerĆ und Beifahrerplatz. Bild ist beispielhaft.
19
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
18
" Kugelstrahler an äußerem Rand .18. mit entsprechendem WerkĆ
zeug vorsichtig aus der Verkleidung hebeln.
" Die zwei Befestigungsschrauben .19. mit einem KreuzschlitzschrauĆ
bendreher herausdrehen und Lampenhalter abnehmen.
" Leuchtmittel bzw. komplette LEDĆEinheit austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0R0X.0809.S0005
Um Kratzer zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
396
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der hellen Innenbeleuchtung austauschen
Die Leuchtstoffröhren der hellen Innenbeleuchtung sind in den HandĆ
läufen der Gepäckablagen, hinter den transparenten KunststoffabdekĆ
kungen eingebaut.
Die Kunsstoffabdeckungen sind in die Handläufe eingesteckt.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Kunststoffabdeckung .20. an einem Ende vorsichtig in Pfeilrichtung
aus dem Handlauf herausheben.
20
" Kunststoffabdeckung vorsichtig teilweise oder vollständig aus dem
Handlauf heben.
" Leuchtstoffröhre .21. vorsichtig aus den Halterungen entnehmen
und austauschen.
0R0X.0809.S0006
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
Um Kratzer zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
20
21
0R0X.0809.S0007
397
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der dunklen Innenbeleuchtung austauschen
Die dunkle Innenbeleuchtung .22. ist über dem Handlauf in den GeĆ
päckablagen integriert.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Befestigungsmuttern .23. herausdrehen und LEDĆEinheit abnehĆ
23
men.
" Kabelverbindung .24. der LEDĆEinheit trennen.
" LEDĆEinheit austauschen.
22
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0R0X.0809.S0006
24
23
0R0X.0600.S0009
398
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Leseleuchten austauschen
Die Leseleuchten sind über den Fahrgastsitzreihen angebracht.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Kunststoffabdeckung der Leseleuchten .25. an den äußeren RänĆ
dern mit entsprechendem Werkzeug vorsichtig aus der VerkleiĆ
dung hebeln und abnehmen.
" Entsprechende Leseleuchte .26. an den äußeren Rändern mit pasĆ
25
sendem Werkzeug vorsichtig aus der Verkleidung hebeln.
" Lampenträger .27. aus Reflektor .28. herausziehen.
" Leuchtmittel austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
0R0X.0629.S0001
Um Kratzer zu vermeiden, passendes Werkzeug verwenden.
26
27
28
0R0X.0600.S0007
399
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Kofferraumbeleuchtung austauschen
Die Abdeckungen der Kofferraumbeleuchtungen lassen sich mit eiĆ
nem flachen Schraubendreher abheben.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Mit einem flachen Schraubendreher unter die KunststoffabdekĆ
kung .29. gehen und Kunststoffabdeckung vorsichtig aus den HalĆ
terungen heben.
" Kunststoffabdeckung abnehmen.
" LEDĆEinheit abbauen und Kabelverbindungen trennen.
" LEDĆEinheit austauschen.
29
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
2216.0809.S0008
Lampen der Schalttafelleuchten austauschen
30
Die Schalttafelleuchten sind jeweils in der Nähe der Schalttafeln an
der Decke angebracht.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Transparente Abdeckung .30. in der Mitte leicht zusammendrükĆ
ken und abnehmen.
" Glühlampe austauschen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
2216.0809.S0015
400
Selbsthilfe
Lampen austauschen
Lampen der Ruhekabinenbeleuchtung austauschen
31
In dem Gehäuse der Ruhekabinenbeleuchtung ist neben einem LautĆ
sprecher die helle und dunkle Beleuchtung integriert.
" Elektrische Verbraucher ausschalten.
" Mit einem geeigneten Werkzeug vorsichtig die Abdeckung .31.
abheben.
" Mit einem flachen Schraubendreher vorsichtig die transparente
32
Abdeckung .32. vom Gehäuse abheben.
" Transparente Abdeckung abnehmen.
" Leuchtstoffröhre der hellen Ruhekabinenbeleuchtung vorsichtig
aus den Halterungen entnehmen und austauschen bzw. LEDĆEinĆ
heit der dunklen Ruhekabinenbeleuchtung ausbauen.
Einbau in umgekehrter Reihenfolge.
2216.0809.S0016
Die dunkle Ruhekabinenbeleuchtung besteht aus einer LEDĆEinheit.
Dunkle Ruhekabinenbeleuchtung von einer MANĆServiceĆWerkstatt
austauschen lassen.
401

 

 

 

 

 

 

 

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